„Operation Marebbe“
Eine im Sommer in Munt de Sennes in Enneberg entdeckte Fliegerbombe wurde am Donnerstag kontrolliert gesprengt.
Eine im Sommer in Munt de Sennes entdeckte US-Fliegerbombe war in einer stillgelegten Schottergrube im Tamerstal oder Rautal in der Gemeinde Enneberg zwischengelagert worden.
Das Kriegsrelikt AN-M 64 wiegt insgesamt 227 Kilogramm, davon waren über 100 Kilogramm Trinitrotoluol (TNT) und andere Sprengstoffe. Der Blindgänger ist 115 Zentimeter lang bei einem Durchmesser von 36 Zentimetern und weist keine Zünder mehr auf.
Ein Sperrgebiet von 808 Metern wurde eingerichtet.
Am Donnerstag tagte ab 07.30 Uhr unter dem Vorsitz von Sibylle Saltuari in Vertretung des Regierungskommissariats die Gemeinsame Einsatzleitstelle im Rathaus von St. Vigil in Enneberg.
Ab 08.40 Uhr begann der Kampfmittelräumdienst im Zweiten Regiment Sturmpioniere Trient damit, die Metallhülle der Bombe aufzuschneiden.
Am Nachmittag wurde der Blindgänger in einer mit Sand gefüllten Grube kontrolliert gesprengt. Das betroffene Gelände wurde gesäubert und mit Rücksicht auf die Umwelt in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt.
„Operation Marebbe 2025″ wurde am Donnerstag 17.00 Uhr abgeschlossen.
Da das Gebiet entlegen und nicht bewohnt ist, waren keine Evakuierungen und weitere Sicherheitsmaßnahmen nötig.
An der „Operation Marebbe“ waren neben den Sturmpionieren Trient die Carabinieri von St. Vigil beteiligt, außerdem Vertreter der Agentur für Bevölkerungsschutz sowie Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr und des Roten Kreuzes und Mitarbeiter der Forststation St. Vigil.
Äußerste Vorsicht beim Auffinden von Blindgängern
Sollten Blindgänger gefunden werden, ist äußerste Vorsicht geboten, da diese immer als sehr gefährlich einzustufen sind, heißt es in einer Aussendung des Landespresseamtes.
Sie dürfen nicht berührt oder bewegt werden, sondern müssen unverzüglich den Sicherheitskräften gemeldet werden. Blindgänger sind nicht detonierte Kampfmittel, die nach ihrer Verwendung nicht oder nicht vollständig explodiert sind. Auch wenn sie jahrzehntelang unentdeckt im Erdreich bleiben, werden sie gefährlicher, da sie Erosion und Bodenfeuchtigkeit ausgesetzt waren und Sprengstoffe, Metallhüllen und Zünder dadurch instabiler wurden und sich unberechenbar verhalten.
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