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Kofler schießt gegen Beate

Gudrun Kofler (Foto: FPÖ-Tirol)

Die Tiroler FPÖ-Abgeordnete Gudrun Kofler stößt sich an den „blumigen und salbungsvollen Worten“ der österreichischen Spitzenpolitiker beim Kompatscher-Besuch in Wien.

Gudrun Kofler spart nicht mit Kritik: „Die Südtirol-Politik Österreichs befindet sich in einem bedenklichen Dämmerschlaf. Während die österreichische Bundesregierung und insbesondere Bundeskanzler Christian Stocker immer wieder betonen, dass Südtirol ein ,Herzensanliegen‘ sei, bleibt die Realität weit hinter diesen wohlklingenden Floskeln zurück. Es ist an der Zeit, die berechtigte Frage zu stellen: Wo bleibt die aktive Rolle Österreichs als Schutzmacht für die Südtiroler Autonomie?“, so die Tiroler FPÖ-Landtagsabgeordnete und Südtirol-Sprecherin.

Insbesondere hat es Gudrun Kofler gegen die neue Chefin im Wiener Außenministerium, Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger.

Die Aussagen von Außenministerin Beate Meinl-Reisinger beim Besuch des Südtiroler Landeshauptmannes Arno Kompatscher in Wien, so Gudrun Kofler, seien blumig formuliert, doch sie würden die Realität vor Ort verkennen. Ein harmonisches Zusammenleben mit Italien sei fragwürdig, solange die Südtiroler ständig mit Beschneidungen ihrer Autonomie und Rechte aus Rom konfrontiert würden. Eine aktive Auslegung der Schutzmachtfunktion Österreichs gegenüber Italien sei im Regierungsprogramm nicht zu erkennen, so die kämpferische Südtirol-Sprecher der Tiroler FPÖ.-

„Der beste Schutz für die Südtiroler wäre die österreichische Staatsbürgerschaft“, so die Forderung der Freiheitlichen. Nur damit wären ihre Rechte als österreichische Minderheit in einem fremden Staat ausreichend geschützt und die drohende Gefahr des Verlustes ihrer Sprache und Kultur wirklich gebannt. Es ist enttäuschend, dass die Ministerin nicht klarstellt, wie sie sich für diese grundlegende Forderung einsetzen will“, präzisiert Kofler.

Die neue österreichische Bundesregierung und auch die Tiroler Landesregierung wären gut beraten, so Kofler weiter, sich endlich aktiv für die Belange der Südtiroler einzusetzen, die Schutzmachtfunktion für die Autonomie Südtirols mit Leben zu erfüllen und dabei auch den Mut zu haben, unbequeme Themen gegenüber Italien klar und deutlich anzusprechen, so Kofler abschließend.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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