„Ein Meilenstein“

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Erstmals werden Studientitel an österreichischen Fachhochschulen in Italien anerkannt. Die HochschülerInnenschaft zeigt sich erfreut und hofft, dass weitere Studiengänge folgen.
von Markus Rufin
Die Nachricht sorgte für große Freude – insbesondere bei Südtiroler Studenten: Erstmals werden Abschlüsse, die an österreichischen Fachhochschulen erworben wurden, auch in Italien anerkannt. Dies ist ein Ergebnis der jüngsten Verhandlungsrunde der Gemischten Expertenkommission Italien-Österreich im Ministerium für Universität und Forschung in Rom. Anerkannt werden mehrere Bachelor- und Masterstudienabschlüsse in den Bereichen Wirtschaftswissenschaften, soziale Arbeit und Ingenieurwesen.
Eine entsprechende Anerkennung der Fachhochschulabschlüsse wird bereits seit Jahren gefordert, insbesondere die Südtiroler HochschülerInnenschaft (sh) setzte sich lange dafür ein. Dementsprechend erfreut zeigt sich nun deren Vorsitzender Alexander von Walther: „Fachhochschulen sind für viele Studenten attraktiv, es ist gut, dass dieser Schritt nun gesetzt wurde, denn wir wissen von vielen Fällen, in denen Studenten, die einen solchen Abschluss erworben haben, nicht zurückkehren, da dieser in Italien nicht anerkannt wird.“
Bisher gestaltete sich die Anerkennung der Studientitel, die an Fachhochschulen erworben wurde, oftmals schwierig, da es das System in Italien nicht gibt. Konkret hatte das in Vergangenheit etwa zur Folge, dass Studenten im öffentlichen Dienst weniger Gehalt erhielten, da sie nicht als Akademiker eingestuft wurden. „Da die Titel im benachbarten Ausland teilweise anerkannt wurden und man dort auch noch mehr Gehalt erhält, hat das viele von einer Rückkehr abgehalten“, weiß von Walther.
Für die sh ist die Anerkennung der Fachhochschulabschlüsse deshalb nicht nur ein Vorteil für die Studenten, sondern auch eine wirksame Maßnahme gegen den sogenannten Brain-Drain.
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