Du befindest dich hier: Home » Sport » Die coolste Piste

Die coolste Piste

© Miha Matavz/FIS

Der VISA FIS Snowboard Weltcup 2024/25 geht in die finale Phase. Bevor die letzten Entscheidungen dieses Winters über die Bühne gehen, hat der internationale Ski- und Snowboardverband FIS eine Umfrage unter aktuellen und ehemaligen Athleten gestartet und wollte wissen, welches die anspruchsvollste Piste im gesamten Snowboard-Zirkus sei. Die Antwort fiel deutlich aus: Fast die Hälfte aller Stimmberechtigten wählte die Pra-di-Tori-Piste in Carezza Dolomites.

50 aktuelle und ehemalige Snowboarderinnen und Snowboarder wurden zur anspruchsvollsten Piste im Weltcup befragt. 23 und somit fast die Hälfte von ihnen wählten die Pra-di-Tori-Piste in Carezza Dolomites und nannten als einen der Hauptgründe die steilen Abschnitte, sowie die Tatsache, dass im Eggental oft die Saison beginne und das den Druck weiter auf sie erhöhe.

Radoslav Yankov aus Bulgarien, Sieger des Parallel-Riesentorlaufs im Dezember 2024 meinte auf Anfrage der FIS: „Der Schlüssel in Carezza ist es, im steilen Teil präzise zu sein, mit guter Geschwindigkeit in den Übergang zu kommen und diese bis zum Ende zu halten. Ich denke, der Teil zwischen dem steilen und dem flachen Teil ist der entscheidende Moment auf dieser Strecke, denn wenn man eine gute Geschwindigkeit beibehält, kann man auch dann noch gewinnen, wenn man oben zurückliegt. Carezza ist die steilste Strecke der Weltcup-Tour, und das ist eine Herausforderung, aber in Kombination mit dem Aufbau der Strecke ist es eine echte Herausforderung.“

Ein schwieriger Mix

Ähnlich auch die Aussagen von Snowboard-Legende Andreas Prommegger, der zwei seiner 24 Weltcuperfolge beim Klassiker in Südtirol feiern durfte. „Carezza ist immer eine Herausforderung, weil es eine der steilsten Pisten auf der Tour ist, und das Schwierigste ist die mangelnde Sicht, die man im Finale immer hat. Es gibt nicht nur Schatten, sondern auch keinen Kontrast auf dem Schnee. Man braucht also alles, ein gutes Gefühl und viel Kraft. Ich bin bei Carezza-Rennen nicht nervöser, aber es ist immer anspruchsvoller als viele andere Rennen“, wird der 44-jährige Österreicher von der FIS zitiert.

Ladina Caviezel aus der Schweiz ist in Carezza bisher drei Mal aufs Podium gefahren. „Es braucht Überzeugung und Selbstvertrauen, um den steilen Teil mit voller Geschwindigkeit zu bewältigen. Natürlich ist das die größte Herausforderung, aber auch der Übergang ins Flache, um das ganze Tempo bis zum Ziel mitzunehmen, ist hart“, sagt die Eidgenossin, die 2015 am Fuße des Latemars ihr allererstes Top-3-Ergebnis im Weltcup hatte feiern dürfen.

Der FIS-Renndirektor stimmt der Wahl zu

Zustimmung kommt auch von der FIS selbst, und zwar in der Person von Chef-Renndirektor Uwe Beier. „Da ich seit fast 20 Jahren als Race Director auf der Tour unterwegs bin und schon viele Parallel-Riesenslalom-Weltcup-Rennen in Carezza gesehen habe, überrascht mich die Wahl nicht. Der Hang bietet einen anspruchsvollen Geländemix und den steilsten Startabschnitt“, wird Beier zitiert.

Platz zwei bei dieser Wahl ging mit elf Stimmen an Bansko in Bulgarien, das sich knapp gegen eine andere Destination in den Dolomiten, nämlich Cortina d‘Ampezzo, durchsetzte (10 Stimmen). In Carezza Dolomites freut man sich hingegen bereits auf den 15. VISA FIS Snowboard Weltcup, der aller Voraussicht nach Mitte Dezember neuerlich auf der „anspruchsvollsten Piste im Snowboardzirkus“ über die Bühne gehen wird.

 

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (1)

Lesen Sie die Netiquette und die Nutzerbedingungen

Du musst dich EINLOGGEN um die Kommentare zu lesen.

2025 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl Impressum | Privacy Policy | Netiquette & Nutzerbedingungen | AGB | Privacy-Einstellungen

Nach oben scrollen