„Zeitgemäßes Mautsystem“
Südtirol solle dem Beispiels Frankreichs folgen und ein neues digitales Mautsystems einführen, fordert die STF.
Frankreich führt mit dem sogenannten Free-Flow-System ein neues digitales Mautsystem ein. Damit sollen physische Mautstationen, an denen Fahrzeuge anhalten und Tickets ziehen müssen, obsolet gemacht werden.
Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Bernhard Zimmerhofer, hat nun einen entsprechenden Begehrensantrag im Landtag eingereicht, um auch in Südtirol ein solches innovatives System einzuführen.
Beim Free-Flow-Mautsystem werden die Kennzeichen der Fahrzeuge automatisch gescannt und die Gebühren digital berechnet – weiterhin basierend auf der gefahrenen Strecke.
Nicht nur an den Baustellen der Autobahn, sondern vor allem auch an den Mautstationen komme es regelmäßig zu langen Staus, besonders in der Hochsaison und an den Wochenenden, schreibt Zimmerhofer in einer Aussendung. Dies bedeute nicht nur eine zusätzliche Umweltbelastung, sondern auch enormen Stress, sowohl für die Autobahnbenutzer, die fürs Im-Stau-Stehen auch noch zahlen müssen, als auch für die Anrainer. Zudem würden die Mautstationen immer wieder ein großes Unfallpotenzial bergen, so der STF-Abgeordnete.
„Es gilt, die Rahmenbedingungen für einen flüssigen Durchzugsverkehr und für weniger Behinderungen zu schaffen. Die bestehenden Mautstationen sollten rückgebaut und durch ein zeitgemäßes Mauterhebungssystem ersetzt werden. Die Mautstationen verschlingen nämlich wertvollen Kulturgrund. Und auch das Argument des Verlusts von Arbeitsplätzen durch den Rückbau der Mautstationen zählt nicht, da diese ohnehin Schritt für Schritt durch Kassenautomaten ersetzt werden“, betont Zimmerhofer.
Mit dem Begehrensantrag soll die Regierung in Rom beauftragt werden, ein Free-Flow-Mautsystem ohne physische Mautstationen umzusetzen und gleichzeitig eine digitale Berechnung der Gebühren, die sich an der gefahrenen Strecke orientiert, einzuführen.
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