„Würde Nazis lieber ignorieren“
SVP und Grüne wollen am Dienstagnachmittag Jürgen Wirth Anderlan wegen dessen Steinbruch-Rede an den Pranger stellen.
Die SVP sind die Grünen wollen am Dienstagnachmittag – wie sie in einer Aussendung ankündigen – vor dem Landtag „ein Zeichen setzen“ zu den Äußerungen des Landtagsabgeordneten Jürgen Wirth Anderlan bei einer Veranstaltung in Wien.
Auf dem Silvius-Magnago-Platz soll ein rotes Band ausgelegt werden.
Diese rote Band soll die rote Linie symbolisieren, die Jürgen Wirth Anderlan mit seiner Wiener Rede nach Ansicht der SVP und der Grünen überschritten habe.
Der ursprüngliche Plan, alle im Südtiroler Landtag vertretenen Partei zu dieser Aktion zu bewegen, ist nicht zustandekommen.
Das Team K hat nach anfänglichem Zögern doch zugesagt und wird, wie Paul Köllensperger, am Dienstag bestätigte, an der Aktion teilnehmen.
Paul Köllensperger sagt zu TAGESZEITUNG Online:
„Ich habe nie gesagt, dass wir nicht mitmachen. Die Frage war und ist, ob man den Nazis mit solchen Aktionen nicht noch mehr Aufmerksamkeit schenkt. Ich würde sie am liebsten völlig ignorieren, aber wenn es eine Aktion gibt und wir eingeladen werden, dann sind wir natürlich dabei.“
Nicht mit dabei ist Renate Holzeisen.
Die Landtagsabgeordnete der Bewegung Vita dreht den Spieß um und kritisiert die SVP und die Grünen wegen ihres Verhaltens in der Pandemie-Zeit.
Renate Holzweisen schreibt am Dienstagvormittag in einer Aussendung:
„Wo standen SVP, Grüne & Co. als die Südtiroler Bevölkerung tagein tagaus über Jahre hinweg schamlos in Bezug auf Wirksamkeit und Sicherheit der sog. COVID-19-„Impfstoffe“ belogen und betrogen und so zu ahnungslosen Versuchskaninchen experimenteller gentechnischer Substanzen reduziert wurden?
Wo standen SVP, Grüne & Co. als Menschen, die ihr Menschenrecht wahrnahmen, sich nicht einer experimentellen auch tödlichen Injektion wiederholt zu unterziehen, von Arbeit, Lebensunterhalt und Gesellschaft ausgeschlossen, gedemütigt und diskriminiert wurden?
Wo standen SVP, Grüne & Co., als die Menschen, bis hin zu den Schulkindern, mit einer völlig unsinnigen Maskenpflicht physisch und psychisch gequält wurden?
Wo standen SVP, Grüne & Co. als kritische Stimmen, inklusive bis dahin international geschätzter Experten, konsequent aus dem öffentlichen Diskurs ausgeschaltet, totgeschwiegen und/oder des Rechtsradikalismus geframet wurden?
Von jenen, die sich bis heute nicht bei der Bevölkerung dafür entschuldigt haben, dass sie einem totalitären menschenverachtenden und Menschen tötenden Regime nicht zum Schutze der Bevölkerung entgegengetreten sind – und das gilt für die damalige Landesregierung und Opposition gleichermaßen – lasse ich mich sicher nicht für eine Aktion gegen einen Landtagsabgeordneten einspannen, der freilich gut daran täte, nicht durch völlig unnötige Provokationen und Aktionen die Aufmerksamkeit von den dramatischen tagtäglich sich bestätigenden Fakten ablenken zu lassen.“
Kommentare (54)
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