„Sind auch noch da“
Die Freiheitlichen erneuern ihre Forderung nach einem Platz in der 6er-Kommission. Die SVP winkt ab.
Die SVP-Leitung hat am Montag die Entscheidung darüber, welche zwei Vertreter neben Angelo Gennaccaro in die 6er- und 12er-Kommission einziehen sollen, auf nächste Woche verschoben. Grund dafür war die Abwesenheit von Manfred Schullian, der neben Dieter Steger und Meinhard Durnwalder in die wichtige Autonomiekommission drängt.
Schullian werden parteiintern die geringsten Chancen eingeräumt, weil er sich keiner Kampfabstimmung stellen wolle.
Brisant: Auf die „Bewerbung“ der Freiheitlichen ist die SVP gar nicht erst eingegangen. Dabei hatte der Juniorpartner bei Obmann Philipp Achammer schriftlich das Ansinnen deponiert, Florian von Ach als vierten Kandidaten aufzustellen. „Das zeigt, wie ernst wir das nehmen“, kommentiert eine hochrangige Edelweiß-Vertreterin.
Freiheitlichen-Obmann Otto Mahlknecht erklärt auf Nachfrage, dass seine Partei weiterhin an der Kandidatur von Achs festhalte. „Wir verhandeln mit der SVP, um bis zur Landtagssitzung am 21. Februar eine Lösung zu finden, die allen Seiten gutgeht“, sagte er. Auf jeden Fall sei die Autonomie „keine Privatsache der SVP“. Die Zeiten hätten sich geändert. Er zeige sich deshalb erstaunt über die „Getue“ der SVP, aber auch des Landeshauptmanns während der Koalitionsverhandlungen, alles allein entscheiden zu wollen. „Wir wollen nicht wieder mit einer Schuler-Mehrheit im Landtag enden“, stellt Mahlknecht klar.
Die Freiheitlichen hätten sich nicht am Postengerangel der SVP und der italienischen Koalitionspartner beteiligt, sondern sich ausschließlich darauf konzentriert, dem Programm eine „blaue Handschrift“ zu geben. Dies sei gelungen. Außerdem, so Mahlknecht, betreue man mit Wohnen und Sicherheit neben der Autonomie die wichtigsten Agenden dieser Legislaturperiode. (mat)
Kommentare (12)
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