Der Sager vom schwulen Sohn
Nun warnt auch die „Plattform Sexualpädagogik Südtirol“ vor einer Koalition der SVP mit den „ultrarechten“ Fratelli d’Italia.
Zwar würden LH Arno Kompatscher und SVP-Obmann Philipp Achammer stets betonen, sie seien Garanten dafür, dass Südtirol unter eine Rechts-Regierung nicht nach rechts rücken,
Die Plattform Sexualpädagogik Südtirol glaubt aber nicht daran.
In einem Offenen Brief, den die Plattform am Mittwoch veröffentlichte, heißt es:
„Sehr geehrter Herr Landeshauptmann!
Sehr geehrte Entscheidungsträger:innen der SVP!
In den vergangenen Tagen hatten Landeshauptmann Arno Kompatscher und SVP-Obmann Philipp Achammer immer wieder öffentlich betont, sie persönlich und die SVP seien Garanten dafür, dass Südtirol nicht unsozial und keine Bürgerrechte beschnitten würden. Die Südtiroler Bevölkerung brauche keine Angst vor den rechten Parteien zu haben.
Die Plattform Sexualpädagogik Südtirol als Zusammenschluss aller zertifizierten Südtiroler Sexualpädagog:innen erinnert daran, dass vor allem Fratelli d‘Italia immer wieder versuchen bestimmte geschlechtliche und sexuelle Minderheiten zu diskriminieren und deren fundamentale Menschenrechte zu beschneiden:
- Am 21.02.2023 hat der Senatspräsident Ignazio la Russa (FdI) in einem Fernsehinterview öffentlich betont, dass er einen schwulen Sohn nie akzeptieren würde.
- Vor einem Monat hatte die Regierung Meloni alle italienischen Gemeinden angewiesen, keine Kinder von gleichgeschlechtlichen Paaren, welche im Ausland erzeugt worden sind, zu registrieren.
- In Rom werden aktuell Gesetzesprojekte erarbeitet, um sexuelle, körperliche und geschlechtliche Selbstbestimmungen von trans-, und intergeschlechtlichen Menschen einzuschränken.
- Seit die Regierung Meloni im Amt ist, haben italienweit queerfeindliche verbale und körperliche Anfeindungen und Gewaltaktionen zugenommen.Die Plattform Sexualpädagogik Südtirol widerspricht ganz klar den Aussagen von Landeshauptmann und der SVP und spricht sich gegen die Koalition mit ultrarechten Parteien aus, weil diese bereits in ihren Parteiprogrammen queerfeindliche menschenrechtsverletzende Haltungen festgeschrieben haben.“
Kommentare (36)
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