„Vertraut uns“
Das verbale Hickhack zwischen SVP und Christian Bianchi geht in die nächste Runde.
Eigentlich habe er sich nicht an den hitzigen Diskussionen beteiligen wollen, sagt Christian Bianchi. Und er habe überflüssige Ankündigungen und Erklärungen vermeiden wollen, weil er sie für unnötig halte. „Wir alle wissen, dass die künftige Koalition ganz anders sein wird als die jetzige“, betont der Lega/Uniti-Abgeordnete. Die Koalition müsse auf der Grundlage eines Kompromisses gebildet werden, der allen gerecht werde, aber vor allem auf der Grundlage eines Vertrauensabkommens.
Bianchi erinnert sich an seine Zeit in Leifers, wo er 2015 in einem Mitte-Rechts-Bündnis zum Bürgermeister gewählt wurde. „Damals wie heute haben die Linken, die Grünen und alle, die außen vor blieben, einen Skandal heraufbeschworen, weil sie schlecht regiert hatten und das Vertrauen der Bürger nicht mehr hatten“, sagt der Neo-Mandatar. Er sei damals der erste Mitte-Rechts-Bürgermeister der Provinz und damit ein echter Vorreiter gewesen.
„Die hervorragende Arbeit in Leifers hat gezeigt, dass es keinen Bedarf an Vorankündigungen und pauschalen Erklärungen gibt, sondern dass es notwendig ist, an Programmen, an der Qualität des politischen und administrativen Handelns, an den Menschen zu arbeiten“, sagt Bianchi in Anspielung auf die Aussagen von LH Arno Kompatscher, der die Regierung in Rom zu klaren Zugeständnissen in der Autonomiepolitik aufgefordert hatte. „Dies ist nicht die Zeit für Vorankündigungen, sondern für konkrete Arbeit und Vertrauensbildung, die wie bei jeder neuen Regierung Tag für Tag gewonnen werden muss.“ (mat)
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