„Das Ende der Sammelpartei“
Robert Alexander Steger macht das Fehlen von konservativen Themen als Grund für die Wahl-Niederlage der SVP. Und: Er vermutet, dass Kräfte in der Partei konservative Kandidaten bewusst geschwächt haben.
Tageszeitung. Herr Steger, Sie haben eine aufsehenerregende Kurzanalyse der Landtagswahlen öffentlich gemacht. Zu welchen Schlüssen kommen Sie?
Robert Alexander Steger: Die SVP hat für die traditionellen Wählergruppen, die sich dem Mitte-Konservativen Lager zuordnen, zu wenig Politik gemacht. Viele konservative Wähler haben in ihrer Verzweiflung nicht die SVP, sondern die Süd-Tiroler Freiheit gewählt. Das Ergebnis ist deshalb so schlecht, weil die konservativen Themen nicht mehr bedient wurden.
Diese These kam in den bisherigen Analysen nicht zutage…
Darüber wundere ich mich auch. Es wurde als Naturgesetz angesehen, dass die Südtiroler jetzt rechts wählen, das glaube ich aber nicht. Nicht der Wähler hat sich verändert, sondern die SVP. Den Südtirolern ist es durchaus bewusst, dass der Landtag bei Themen wie der Sicherheit den Staat oder die Sicherheitsorgane nicht direkt beeinflussen kann. Auch ist der Südtiroler nicht so blöd, dass er glaubt, dass die STF etwas an der derzeitigen Situation ändern könnte. Es sitzen jetzt viele Mitte-Links-Exponenten im Landtag. Das spricht dafür, dass gewisse konservative Themen nicht bedient wurden.
Lesen Sie mehr dazu in der Dienstags-Ausgabe der TAGESZEITUNG.
Kommentare (68)
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