Messners Vortrag
In der Schlussphase des Wahlkampfs liegen die Nerven blank. Wie ein „Auftritt“ des SVP-Kandidaten Hubert Messner im Landtag für Aufregung sorgt.
Aus dem Umfeld von Rita Mattei (Lega) heißt es, die Landtagspräsidentin sei „außer sich“. Carlo Vettori spricht von einer „sonderbaren Optik“. Und Maria Elisabeth Rieder (Team K) meint: „Er muss sich langsam daran gewöhnen, dass ,Höflichkeiten‘ hier im Landtag schnell missverstanden werden können.“
Ein Vortrag des SVP-Kandidaten Hubert Messner sorgt für Aufregung – und zeigt, dass in der Schlussphase des Wahlkampfs die Nerven zunehmend blankliegen. Gestern Vormittag hatte der Ex-Primar, der noch kein politisches Mandat innehat, im Landtagsgebäude eine Oberschulklasse aus dem Eisacktal empfangen. Im Foyer und nicht im Sitzungssaal, wie der Eppaner auf Nachfrage unterstreicht. Und zwar auf einer schon vor Monaten erfolgten Einladung mehrerer SchülerInnen, die er persönlich kenne.
„Ich habe der Schulklasse erklärt, warum ich als Unabhängiger antrete und wie wichtig politische Bildung in der Schule ist“, berichtet Messner. Den Vorwurf seitens einiger (Noch-)Abgeordneter, er habe das Hohe Haus für Wahlkampfzwecke missbraucht, kann der SVP-Kandidat absolut nicht nachvollziehen: „Das ist ein totaler Witz. Wenn das unsere Probleme sind, dann tut es mir leid.“ Die SchülerInnen seien allesamt nicht wahlberechtigt. Auch handle es sich um keine Landtags-Führung (die eigentliche Führung durch das Parlament hatte nämlich die Grüne Brigitte Foppa vorgenommen). Er habe jedenfalls nur höflich sein wollen. „Aber vielleicht bin ich etwas zu blauäugig an die Sache herangegangen“, meint Messner. Um Polemiken solcher Art zu vermeiden, werde er das nächste Mal die Schulklasse auf dem Magnago-Platz treffen. (mat)
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