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„Über Alternative reden“

LH Arno Kompatscher

Landeshauptmann Arno Kompatscher will beim Präfekten intervenieren, um ein Abfahrverbot von der Autobahn zu erreichen. Hinsichtlich Transitmaßnahmen forderte er alle Seiten zu Verhandlungen auf.

Landeshauptmann Arno Kompatscher ist seit langem bemüht, ein Abfahrverbot von der Autobahn – nach dem Beispiel von Nordtirol – zu erreichen – auch aus Sicherheitsgründen. An Tagen mit hohem Verkehrsaufkommen auf der Brennerautobahn weichen die Lastwagen auf die Nebenstraßen aus. Weitläufige Staus sind die Folge – für Rettungskräfte wird es dann schwierig, ihren Einsatzort zu erreichen.
Nach der Sitzung der Landesregierung teilte Kompatscher gestern mit: „Deshalb bitten wir den Präfekten, ein Lkw-Verbot auf der Hauptstraße zu erwägen, um eine Totalsperre mit den damit verbundenen Sicherheitsrisiken zu vermeiden.“

Der LH kommentierte gestern auch die Aussagen zum Brennertransit von Verkehrsminister Matteo Salvini bei seinem Besuch in Südtirol am Montag. Über die klare Absage von Minister Salvini zu Verhandlungen ohne Vorbedingungen mit Österreich, zeigte sich Kompatscher nicht überrascht. „Mit Vorbedingungen sind wir aber bisher nicht weitergekommen“, stellte der LH fest. Er appellierte an beide Seiten – Italien und das Bundesland Tirol – Verhandlungen ohne Vorbedingungen aufzunehmen und „endlich über die Alternative reden“, unter anderem über das von Südtirol, Bayern und Tirol grenzüberschreitende, digitale Verkehrsmanagementsystem „Slot“. Ebenso müsse über die diskutierte Erhöhung der Korridormaut auf der Brennerstrecke sachlich verhandelt werden.

„Andernfalls wird es zu einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs kommen und neue Maßnahmen Österreichs werden folgen, ohne dass eine wirkliche Lösung gefunden wird“, so Kompatscher.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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