Grüner Verzicht
Der ehemalige Grünen-Landtagsabgeordnete Hans Heiss hat auf seine Politiker-Leibrente und auf den Renten-Vorschuss im Wert von 237.000 Euro verzichtet.
von Matthias Kofler
Der 2018 aus dem Südtiroler Landtag ausgeschiedene Hans Heiss bezieht, im Gegensatz zu vielen seiner ehemaligen Kollegen, keine Luxusrente im Wert von 3.500 Euro netto im Monat. Zudem hat er nach seinem politischen Karriereende auf den Renten-Vorschuss im Ausmaß von 237.000 Euro verzichtet. Dies teilt der Grünen-Politiker in einem Schreiben an die Tageszeitung mit.
Hans Heiss hat entschieden, seine Privilegien als Polit-Rentner nicht in Anspruch zu nehmen. Der Brixner, der 15 Jahre lang im Landtag tätig war, bezieht lediglich eine, wie er sagt, „moderate Landespension“. Im Gegenzug für seinen edlen Verzicht hat ihm der Regionalrat die jährlich eingezahlten Sozial- und Rentenbeiträge – es geht um rund 400.000 Euro – überwiesen. Hans Heiss ist nicht der einzige Ex-Politiker, der diesen Schritt gewählt hat.
Vor ihm haben bereits INPS-Vizepräsidentin Luisa Gnecchi (PD), SVP-Senatorin Julia Unterberger, die Freiheitliche Ulli Mair und Ex-Landesrat Thomas Widmann (SVP) auf die Leibrente samt Vorschuss (ein Teil der Rente, der bei Pensionseintritt in kapitalisierter Form ausbezahlt wird) verzichtet – und damit erhebliche finanzielle Einbußen hingenommen. Ulli Mair und Thomas Widmann hätte ein Vorschuss von jeweils 290.000 Euro zugestanden, bei Julia Unterberger hätte sich die Ein-Mal-Zahlung auf 257.000 Euro belaufen, Luisa Gnecchi verzichtete auf insgesamt 236.000 Euro.
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