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„Betrag ist gedeckelt“

Oberetteshütte, AVS

AVS und CAI kritisieren die Aussagen des Landes zur Finanzierung der Schutzhütten: Es sei sehr wohl ein Höchstmaß für Ausgaben vorgesehen. 

Nun schalten sich auch der Alpenverein und der CAI in die Diskussion um die öffentlichen Beiträge für die Sanierung der Santner-Pass-Hütte ein und nehmen in einer gemeinsamen Aussendung zur Klarstellung des Landes bezüglich Förderungen für Schutzhütten Stellung. Laut AVS und CAI enthält diese Meldung der Landespresseagentur nämlich einen wesentlichen inhaltlichen Fehler. „Die Aussage „wobei kein Höchstmaß für die Ausgaben vorgesehen ist“, ist eine Fehlinformation“, betonen AVS und CAI.

AVS und CAI befürworten es, wenn private Schutzhütten laut den geltenden gesetzlichen Bestimmungen gefördert werden, wenn sie den Zweck zum Schutz, zur Verpflegung und zur Unterkunft von Bergsteigern und Wanderern erfüllen.

Die Präsidenten Georg Simeoni (AVS) und Carlo Alberto Zanella (CAI Alto Adige) präzisieren aber, dass die alpinen Vereine AVS und CAI zusammen 700.000 Euro für 25 Schutzhütten jährlich erhalten. „Der Betrag ist also gedeckelt, anders als es in den Medien mitgeteilt wurde. Die beiden alpinen Vereine AVS und CAI teilen sich diesen Beitrag für Instandhaltungsarbeiten (600.000 Euro) zur Hälfte und jeweils weitere 50.000 Euro je sind als Pauschalbeitrag vorgesehen, um unvorhersehbare Ausgaben für kurzfristige Reparaturen an den Schutzhäusern abzudecken“, heißt es in der gemeinsamen Aussendung

Den alpinen Vereinen stehen laut Simeoni und Zanella somit jährlich für die Instandhaltung in ihren 25 Schutzhäusern 700.000 Euro zur Verfügung, das sind etwa 28.000 Euro pro Hütte. „Trotz der vielen Stunden Freiwilligenarbeit, den die hüttenverwaltenden Sektionen für diese wichtige Infrastruktur in den Bergen leisten, reichen diese Beträge bei weitem nicht aus“, betonen die alpinen Vereine.

In einer Assendung heißt es weiter: „Das Land veranschlagt hingegen für seine eigenen 26 Schutzhütten wesentlich höhere Summen. Alleine für die Landesschutzhütten wird der Umbau mit 14 Millionen Euro veranschlagt.“

Abschließend möchten AVS und CAI klarstellen, dass Landeshauptmann Arno Kompatscher den beiden Vereinen für die außerordentliche Instandhaltung der Hütten 10 Millionen Euro versprochen habe. „Das vom Landeshauptmann geforderte 10-Jahresprogramm ist von der Landesregierung zwar genehmigt worden, allerdings fehlt die Finanzierung, da im Haushalt nicht vorgesehen und steht somit den Vereinen nicht zur Verfügung. Anscheinend gibt es drei Kategorien von Schutzhütten: Landesschutzhütten, private Schutzhütten und die Hütten der alpinen Vereine. Alle drei erfüllen laut Aussage der Landesverwaltung einen öffentlichen Dienst, werden aber aus verschiedenen Kapiteln der Landesverwaltung unterschiedlich finanziert. So viel zur Wertschätzung des Ehrenamtes!“, kritisieren und AVS und CAI.

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