Knolls nächstes Fake
Wie der Landtagsabgeordnete der STF, Sven Knoll, eine Ermittlung gegen ihn und gegen die Tageszeitung „Dolomiten“ als gerichtliche Untersuchung gegen den Landeshauptmann darstellt.
Er ist ein Meister der Fake News, ein Meister im Verdrehen.
Am Donnerstag freute sich Sven Knoll in einer Presseaussendung schelmisch darüber, dass „die Staatsanwaltschaft und der Rechnungshof die gesamten Akten zum Kompatscher-Untersuchungsausschuss“ beschlagnahmt“ hätten.
Es sei „gut“, so Knoll, dass die Staatsanwaltschaft und der Rechnungshof endlich Ermittlungen aufgenommen haben, um „alle Sachverhalte zum Kompatscher-Spenden-Skandal zu prüfen“.
Was Sven Knoll, der Landtagsabgeordnete der STF, wohlweislich und wohl bewusst nicht sagte:
Die Staatsanwaltschaft ermittelt keineswegs gegen Arno Kompatscher, sondern wegen Kompatscher, oder besser: wegen einer Anzeige des Landeshauptmannes gegen Sven Knoll.
Wie der Leitende Staatsanwalt am Landesgericht in Bozen, Giancarlo Bramante, kurz nach Mittag in einer Aussendung bestätigte, sei die Sicherstellung der Akten des U-Ausschusses „von einem Strafantrag wegen übler Nachrede ausgelöst“ worden.
Der Hintergrund:
Arno Kompatscher hat gegen Sven Knoll und gegen die Tageszeitung „Dolomiten“ Anzeige wegen übler Nachrede erstattet, weil der Politiker und die Zeitung dem LH Bestechlichkeit bzw. das Annehmen von Direktspenden vorgeworfen hatten.
Im Zuge dieser Ermittlung gegen Knoll und das Tagblatt sind nun die Akten beschlagnahmt worden.
Kommentare (31)
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