Aktenzeichen Maske
Am Freitag findet die Verhandlung zur Verwendung von Abhörungen im Masken-Strafverfahren statt. Verteidiger drängen auf eine Vertagung.
Die Anwälte der Tatverdächtigen haben das digital gespeicherte Material Mitte Dezember von der Staatsanwaltschaft übermittelt bekommen:
Umfangreiche Abhörungsmitschnitte aus der Ermittlung zum sogenannten Maskenskandal, in dessen Zentrum Lieferungen der Oberalp-Gruppe an den Sanitätsbetrieb stehen.
Für heute hat Voruntersuchungsrichter Emilio Schönsberg am Landesgericht eine Verhandlung angesetzt, auf der entschieden werden soll, welche Abhörungen relevant für das Strafverfahren sind und welchenicht.
Eine umkämpfte Angelegenheit: Die Staatsanwaltschaft will möglichst viele Abhörmitschnitte zur Klärung der Verantwortlichkeiten des knappen Dutzends Beschuldigter verwenden, ihre Verteidiger naturgemäß so wenig wie möglich (außer Entlastendes).
Mehrere Verteidiger der Tatverdächtigen, darunter Sanitätsdirektor Florian Zerzer, Oberalp-Chef Heiner Oberrauch und leitende Landesbeamte, wollen heute eine Vertagung der „udienza stralcio“ erwirken. Das auszuwertende Abhörmaterial sei zu umfangreich, es brauche mehr Zeit, es auszuwerten, sagen sie.
Eine weitere Absicht, die hinter dem Antrag stehen dürfte: Den Abschluss der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft möglichst hinauszuschieben – bis nach den Landtagswahlen. (tom)
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