„Keine Piesackerei“
Die Gastwirte müssen die Herkunft ihrer Lebensmittel kennzeichnen. Die Grüne Brigitte Foppa hofft auf den positiven Nebeneffekt, dass die Menschen weniger Fleisch essen werden.
Tageszeitung: Frau Foppa, wie zufrieden sind Sie mit der Annahme Ihres Gesetzentwurfs zur Lebensmittelkennzeichnung?
Brigitte Foppa: Das ist ein großer Erfolg für uns, der jetzt einiges ändern wird. Seit ich im Landtag bin, habe ich auf diesen Durchbruch hingearbeitet. Es geht uns nicht darum, die Menschen zu piesacken, sondern um mehr Transparenz bezüglich Herkunft von Lebensmitteln in der Gastronomie. Auf der Speisekarte muss angegeben werden, woher insbesondere Fleisch und Milchprodukte kommen. Nur so kann man als Verbraucher:in eine bewusste Entscheidung treffen.
Welchen Effekt hat die Gesetzesänderung?
Damit stärken wir die einheimische Wirtschaft, weil wir die kurzen Wege und die kleinen Kreisläufe schützen. Ich glaube, dass der Kunde anders bestellen und der Wirt anders einkaufen wird. Es macht einen Unterschied, einen Wintersalat aus dem Trentino oder einen Maisalat aus Afrika zu bestellen. Wenn nicht klar angegeben ist, woher das Produkt kommt bzw. wenn dieses von weiter herkommt, werden die Menschen unterm Strich auch weniger Fleisch essen. Dadurch tragen wir zum Klimaschutz bei.
Interview: Matthias Kofler
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