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„Inflation frisst Renten auf“

Alfred Ebner

Alfred Ebner ist als Chef der Rentnergewerkschaft im AGB/Cgil bestätigt worden. Er weist darauf hin, dass die Renten in Südtirol weniger wert sind als in allen anderen Regionen.

Kampf gegen Inflation und Armut: Diese Herausforderungen werden in den kommenden Jahren im Mittelpunkt der Arbeit der Rentnergewerkschaft LGR/SPI stehen. Alfred Ebner wurde beim Kongress im Kurhaus in Meran im Beisein von rund hundert Delegierten, Mina Cilloni vom nationalen SPI-Sekretariat und Landesrätin Waltraud Deeg als Generalsekretär der LGR/SPI bestätigt.

In seinem Bericht ging Ebner auf die Problematik der Inflation ein und wies darauf hin, dass die Renten in Südtirol weniger wert sind als in allen anderen Regionen. Nach Angaben der Rentnergewerkschaft hat die Inflation seit dem 1. Januar zu einem weiteren Anstieg der Tarife geführt, was das verfügbare Einkommen verringert. Zusätzlich sind die Energierechnungen und Lebensmittelpreise außerordentlich stark gestiegenen. „Die Inflation gefährdet die unteren und mittleren Einkommen, zusätzlich zu denen, die schon vorher Probleme hatten. Um die Kosten der öffentlichen Dienstleistungen positiv zu beeinflussen, benötigen wir eine bessere Koordinierung und mehr Synergien zwischen den lokalen Behörden“, sagte Ebner

Ein weiteres Problem, das angegangen werden muss, ist die Armut. Nach Ansicht des Generalsekretärs ist das beste Mittel dagegen eine stabile und angemessen bezahlte Arbeit, die auch eine ausreichende Rente garantiert.  

Die LGR/SPI fordert eine Ausweitung der Kriterien für den Zugang zu öffentlichen Leistungen und hält es für notwendig, die Mittel an diejenigen zu verteilen, die sie wirklich benötigen. „Es ist an der Zeit, die Logik der Vergabe von Leistungen nach dem Gießkannenprinzip zu überwinden“, beonte er.

„Wir können nicht Jahr für Jahr die Regeln ändern, denn das öffentliche Rentensystem benötigt Sicherheit“, sagte Alfred Ebner zum Thema Renten. Für die Gewerkschaft ist es notwendig, das Rentensystem strukturell zu reformieren und zwar sowohl in Bezug auf das Rentenalter, als auch auf die künftigen Renten junger Menschen, die sehr niedrige Rentenbeträge riskieren.  Nach Ansicht der LGR/SPI muss die Rentenreform die Frage einer garantierten Rente für junge Menschen sowie das Problem der Benachteiligung der Frauen und jenes der Schwerarbeiter angehen“.

In seiner Rede ging Ebner schließlich auf die erreichten Ziele ein und zeigte sich zufrieden mit dem Landesgesetz für das aktive Altern: „Gutes Altern ist möglich, und wenn es mit sozialer Integration verbunden ist, eine Voraussetzung für eine bessere Lebensqualität“, erinnerte der Generalsekretär.

Das Gesetz für das aktive Altern sei daher eine gute Ausgangsbasis: „Es wird sicherlich eine der wichtigsten Aufgaben für die Zukunft sein, da das Rahmengesetz jetzt entwickelt und Maßnahmen geschrieben und in die Praxis umgesetzt werden müssen“, schloss Ebner seine Rede.

 

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