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„Überflüssige Landesräte“

Der ENZIAN-Landtagsabgeordnete Josef Unterholzner stellt der Politik im Land zum Jahreswechsel kein gutes Zeugnis aus.

„Es muss endlich Politik für unsere Menschen gemacht werden. Wir hier im Landtag sind die gewählten Vertreter unseres Volkes, das sollte uns endlich bewusst sein und so sollten wir auch handeln und Entscheidungen treffen“, so Unterholzner in seiner „Weihnachtsbotschaft“.

Josef Unterholzner fordert alle Kollegen zum gemeinsamen Dialog auf. 

ENZIAN-Anträge würden beispielsweise meistens nicht einmal beachtet, buchstäblich ignoriert, genauso wie sehr viele Anträge der Oppositionskollegen.

Unterholzner in seiner Aussendung:

Man sollte im Interesse der Menschen auch wagen, überparteiliche Entscheidungen zu treffen. Warum könnte beispielsweise ein fähiger Arzt mit langjähriger Erfahrung auch als Primar – wie Franz Ploner – nicht das Amt eines Gesundheitslandesrates übernehmen? Nur weil er der falsche Partei angehört? Der Landeshauptmann kann nur gewinnen.

Diese fachliche Kompetenz – wie sie ein Gesundheitslandesrat haben sollte – kann der LH, bei allem Respekt, nicht bieten. Rund 75 Prozent der Entscheidungs- Kompetenzen hat mittlerweile der Landeshauptmann unter seiner Kontrolle. Der Großteil der Landesräte scheinen somit wohl überflüssig geworden zu sein und Demokratie, Motivation und Vertrauen sieht mit Sicherheit anders aus. Somit könnte man die meisten Landesräte ja entlassen, ganz nach dem Motto: Weniger ist mehr.“

Der Landeshauptmann sollte endlich die zuständigen Landesräte mit deren eigentlichen Kompetenzen beauftragen, anstatt alles selbst machen zu wollen, so Unterholzner weiter. „Ich kritisiere nicht, ich erlaube mir Vorschläge zu machen – zum Wohl unserer Bevölkerung, die immer mehr Anforderungen und Druck ausgesetzt ist “.

Bei einem mit knapp 7 Milliarden Euro prall gefüllten Haushalt, der laut LH Arno Kompatscher immer noch zu wenig ist, werdeder IRAP-Prozentsatz von 3,9 Prozent auf 3,3 Prozent gesenkt.

Dies mit der Begründung der Wertschätzung gegenüber den Unternehmen. „In Wirklichkeit ist das bei so einem Haushalt ein Armutszeugnis und alles andere als eine Wertschätzung“, ärgert sich der Landtagsabgeordnete Unterholzner.

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