Die geschockten Fahrgäste
Geschockte Fahrgäste: Der Lenker eines Linienbusses hat in Mühlbach eine Mauer gestreift, eine Fensterscheibe zersplitterte. Der Buschauffeur fuhr einfach weiter.
von Erna Egger
Schreckensfahrt von Mühlbach nach Brixen:
Am vergangenen Mittwoch waren Fahrgäste mit dem Linienbus 401 von Bruneck, wo dieser um 7.09 Uhr gestartet war, nach Brixen unterwegs.
In Mühlbach kam es dann gegen 7.50 Uhr zu einem Zwischenfall:
Der Buschauffeur touchierte in der Engstelle vor der Brücke in Mühlbach eine Mauer.
Die Folge: Ein Seitenfenster zerbarst, die Glassplitter flogen den rund 30 Fahrgästen um die Ohren und verstreuten sich auf den Sitzen.
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Die Insassen des öffentlichen Verkehrsmittels waren geschockt – sie mussten in Folge die Splitter aus ihren Haaren, Schuhen und Kleider entfernen.
Und was tat der Buschauffeur?
Dieser fuhr einfach weiter, bis zur Haltestelle beim Putzerhof. Dort hielt der Lenker an und verschaffte sich einen Überblick über den Schaden.
Danach setzte er seine Fahrt mit der zerbrochenen Scheibe einfach bis Brixen fort, anstatt einen Ersatzbus anzufordern.
Klagen über den öffentlichen Nahverkehr gab es in der Vergangenheit unzählige:
Busse, die zu spät oder gar nicht kommen, überfüllte Verkehrsmittel, die Fahrgäste an den Haltestellen stehenlassen, Chauffeure, die die Strecke nicht kennen und die Endhaltestellen nicht anfahren usw. Mit dieser Episode sind die Beanstandungen um eine Facette reicher geworden.
Max Pizzinini, Inhaber des Unternehmens „Pizzinini Bus & Mobility“ in Brixen, das die Linie in Konzession betreibt, ist bemüht, die Geschehnisse ins rechte Licht zu rücken:
„In der Rechtskurve war dem Buschauffeur ein Laster entgegengekommen. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, zog der Lenker den Bus nach rechts und streifte die Seitenmauer. Zwei Scheiben zerbrachen.“
Kommentare (11)
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