Der Kompromiss

Bauer Manfred Vallazza (Foto: Instagram)
Manfred Vallazza wird seine Ämter zurücklegen müssen. Warum das die einzige Option für die SVP ist, die Affäre zu klären. Und warum daraus ein zweiter Fall Widmann werden könnte.
von Markus Rufin
Manfred Vallazza hatte es in seiner ersten Stellungnahme zu den Enthüllungen von Salto und der TAGESZETUNG, die er als Anschlag auf seine Person interpretierte, bereits gesagt: „Auch dieser Anschlag verdeutlicht, wie tief die Gräben in unserer Sammelpartei sind.“
Auch wenn der Ladiner Landtagsabgeordnete mit seinen restlichen Argumenten vielleicht nicht überzeugen mag, so stimmt diese Aussage. Die SVP ist derzeit eindeutig in zwei Lager gespalten: Die Bauernfraktion um Meinhard Durnwalder und Herbert Dorfmann und der liberale Flügel rund um Senatorin Julia Unterberger und Landeshauptmann Arno Kompatscher.
Das zeigt vor allem die derzeitige Diskussion rund um Vallazza. Obwohl dem Vizelandtagspräsident selbst in einem Urteil des Verwaltungsgerichtes vorgeworfen wird, sich zu Lasten der öffentlichen Hand bereichert zu haben, waren es vor allem die Bauern, die Vallazza bei seiner Anhörung am Montag (TAGESZEITUNG berichtete) vehement verteidigen. Er habe gegen kein Recht verstoßen und der Gemeinde nur geholfen. Dementsprechend sei er auch nicht zu bestrafen. Ganz anders sieht es die Burggräfler SVP, die in einem Beschluss Konsequenzen gefordert hat. Unter anderem forderte Julia Unterberger den Rücktritt Vallazzas.
Mittlerweile ist klar, wie die Entscheidung der Parteileitung ausgefallen ist. Der Bauernvertreter wird sowohl sein Amt in der Regionalregierung als auch jenes im Landtagspräsidium abgeben müssen.
Lesen Sie mehr dazu in der Mittwoch-Ausgabe der TAGESZEITUNG.
Kommentare (23)
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