Ohne Säbel
Warum den Schützen die Einfuhr ihrer historischen Waffen verwehrt wird. Und wie die Landesregierung das Problem lösen will.
Das Alpenregionstreffen der Schützen war laut Sven Knoll ein Ausdruck gelebter Heimatverbundenheit. „Und es wäre auch ein gelungenes Beispiel grenzüberschreitender Brauchtumspflege gewesen, wenn nicht Italien wieder dazwischengefunkt hätte“, giftete der Abgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit.
Der Hintergrund: Den Schützen aus dem Bundesland Tirol und Bayern wurde verwehrt, mit ihren historischen Gewehren und Säbeln nach Südtirol einzureisen. Für Verwunderung habe auch gesorgt, dass dieses Problem vom Südtiroler Landeshauptmann nicht einmal angesprochen worden sei, während der Landeshauptmann und der Landeskommandant aus dem Bundesland Tirol klare Worte gefunden hätten, meinte Knoll und richtete hierzu eine Aktuelle Anfrage an die Landesregierung.
Für die Südtiroler Schützen gebe es eine Genehmigung des Innenministeriums, antwortete LH Arno Kompatscher. Auch für die historischen Waffen der Nordtiroler Schützen brauche es eine Genehmigung, aber er wisse nicht, ob darum angesucht wurde. Eine gangbare Lösung wäre ein Abkommen mit Österreich und Deutschland, dazu habe es mehrere Treffen mit der Innenministerin und den Senatoren Julia Unterberger und Dieter Steger gegeben. Es gebe grundsätzlich ein Verständnis, aber noch keine rechtliche Lösung.
Zum Vorwurf Knolls, dass er in dieser Angelegenheit zu wenig unternehmen würde, konterte der LH: „Mit markigen Sprüchen erreicht man nicht unbedingt das Ziel. Diese sind zwar schön für die Show und man bekommt viel Applaus. Ich ziehe es aber vor, konkret zu arbeiten, bis das Ziel erreicht ist.“ (mat)
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