Alle unter einem Dach
Der Sanitätsbetrieb zahlt eine Jahresmiete von fast 1,3 Millionen Euro, um in Bozen 300 Verwaltungsmitarbeiter einheitlich in einem modernen Büro-Ambiente unterzubringen. Was geplant ist.
von Heinrich Schwarz
Die Angelegenheit wurde jetzt auch im Landtag zum Thema: Der Südtiroler Sanitätsbetrieb mietet um jährlich fast 1,3 Millionen Euro neue Büroflächen in Bozen Süd an. Ursprünglich waren 600.000 Euro vorgesehen. Das Team K hat nach den Gründen gefragt.
Über die Vorgeschichte hatte die TAGESZEITUNG im Februar berichtet. Weil dem Sanitätsbetrieb der Platz ausgeht, braucht er zusätzliche Büros. Vor drei Jahren startete er die Suche nach einer Immobilie mit einer Fläche um die 3.000 Quadratmeter. Das einzige Angebot kam von der Gesellschaft Pichler I&S (Unternehmensgruppe um Stahlbau Pichler). Diese realisiert den „Park Edison“ mit einer neuen Produktionshalle und großen Büroflächen.
Im Herbst 2020 wurde ein Vorvertrag abgeschlossen, allerdings für 4.500 Quadratmeter, weil der Bedarf weiter gestiegen war. Es wurde ein Mietzins von 11,05 Euro pro Quadratmeter vereinbart – das macht rund 600.000 Euro pro Jahr.
Wenig später meldete der Sanitätsbetrieb aber noch mehr Bedarf an: 7.500 Quadratmeter an Büroflächen. Weil der Park Edison genügend Platz bietet, wurde im Februar ein entsprechender neuer Vorvertrag abgeschlossen. Dabei wurde aber auch der Mietzins deutlich angehoben, auf 14,21 Euro pro Quadratmeter. Das ergibt fast 1,3 Millionen Euro pro Jahr. Der Vertragszeitraum wurde gleichzeitig von vier auf sechs Jahre angehoben.
Die Generaldirektion des Sanitätsbetriebes rechtfertigte die höhere Quadratmeter-Miete damit, dass der Vermieter auch die gesamte Einrichtung bereitstelle.
Auf die Landtagsanfrage des Team-K-Abgeordneten Franz Ploner liefert Landeshauptmann Arno Kompatscher jetzt genauere Informationen zum Mega-Deal und zu den Plänen des Sanitätsbetriebes.
MEHR DAZU LESEN SIE IN DER SAMSTAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.
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Kommentare (9)
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nochasupergscheiter
Für was braucht die sanität soviel büroplätze… Und das außerhalb des kh Bozen…
Um noch mehr papierkram zu fabrizieren, um dem Kunden, den kranken noch ferner zu sein, damit es noch mehr Zettel braucht um das alles zu managen… Damit der Arzt der eigentlich arbeiten sollte noch mehr papierkram am Hals hat den er dahin schicken muss…
Statt in gute Ärzte zu investieren wird hier in noch mehr Bürokratie investiert um den Patienten zu gängeln und kontrollieren
2xnachgedacht
die wird es schon brauchen….und erst die wertschöpfung der büroleiter, abteilungsleiter, etagenleiter, leiter um leiter und vorgesetzte um vorgesetzte…usw.
ironie *off*
besserwisser
wer sichs leisten kann ist privat versichert (wie so mancher entscheidungsträger des systems). der rest hat pech gehabt. so einfach ist das.
klum
Kürzlich habe ich für eine Party 20 Teller und Besteck gemietet. Kostet 50€ inklusive Reinigung. Dann haben sich noch mehr Gäste gemeldet und ich musste nachbessern. Ich habe dann 40 Sets angefragt. Das kostete dann 60€.
Warum man bei mehr Mietfläche pro qm sogar mehr zahlen muss ist mehr als ein Rätsel.
heracleummantegazziani
Die Begründung steht zwar im Artikel, aber vielleicht hilft es, wenn man es wiederholt:
Ursprünglicher Quadratmeterpreis = OHNE Einrichtung
Angehobener Quadratmeterpreis = MIT Einrichtung.
Ihnen ist schon bekannt, dass die Miete eines Mietobjekts mit Einrichtung höher ist?
gulli
Die Ausgabe erklären sie dann bitte den Menschen mit Beeinträchtigung
Zitat: „So soll geprüft werden, ob und wie das Land den Zivilinvaliden ein zweites Paar orthopädische Schuhe bei Bedarf finanzieren kann“
huggy
Für alles ist Geld da in Südtirol ,nur nicht für diejenigen ,die es wirklich nötig haben .
Auch nicht für wichtige Dinge .
tiroler
Was sins schon 1.3 millionen bei einem haushalt von 6milliarden?
Nichts. Also was soll die Aufregung?
heracleummantegazziani
Dafür läuft der Mietvertrag für andere von der Sabes angemietete Objekte aus. Am Ende ist diese Aktion günstiger als die bisherige.