Langes Warten
Wegen Personalmangel warten 2.500 Gesuche für die Pflegeeinstufung auf die Bearbeitung. Die Gesuche reichen inzwischen über acht Monate zurück.
von Heinrich Schwarz
Die Corona-Pandemie hat den ganzen Gesundheitssektor durcheinander gebracht. Die Auswirkungen sind auch in der Pflegeeinstufung zu spüren. Immer mehr Gesuche stauen sich an.
Zum besseren Verständnis:
Wer in Südtirol pflegebedürftig ist oder wird, kann um Pflegegeld ansuchen. Dieses ist auf den Pflegegrad ausgerichtet, der in vier Pflegestufen unterschieden wird. Der Pflege- und Betreuungsbedarf wird von Einstufungsteams ermittelt, die sich aus Fachkräften aus der Krankenpflege und der Sozialbetreuung zusammensetzen. Erst dann wird das Pflegegeld ausbezahlt.
Wie die Freiheitliche Abgeordnete Ulli Mair über eine Landtagsanfrage in Erfahrung gebracht hat, liegen derzeit insgesamt 2.512 Gesuche zur Bearbeitung vor. In rund 1.400 Fällen geht es um Ersteinstufungen, in 1.100 um Wiedereinstufungen.
„Die ältesten noch offenen Gesuche gehen auf Anfang September 2021 zurück“, teilt Soziallandesrätin Waltraud Deeg mit.
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Kommentare (15)
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