„Wir spielen nicht Polizei“

Foto: SABES
Ein Unternehmen aus Tscherms stellt sich in den Medien öffentlich gegen die 3G-Pflicht im Handel. Der Post sorgte für viel Aufsehen.
von Markus Rufin
Die 3G-Pflicht im Handel ist eine weitere große Einschränkung für Green-Pass-Gegner. Mit dieser Maßnahme, die mit heute in Kraft tritt, dürfen diese weder arbeiten, Freizeiteinrichtungen wie Kinos oder Theater besuchen noch einkaufen gehen.
Dass sich nicht nur Green-Pass-Gegner, sondern auch Betriebe dagegen wehren, war anzunehmen, so war es schließlich auch bereits in der Gastronomie der Fall. Dennoch hat ein Post der Profanter KG, einem Geschäft in Tscherms, das in erster Linie landwirtschaftliche Geräte verkauft und repariert, für viel Aufsehen gesorgt.
Das Geschäft postete am Sonntag eine kurze Stellungnahme auf Facebook:
2G, 3G, stichprobenartige Kontrollen, die zwangsweise beim Eintritt des Kunden im Geschäft durchgeführt werden…
WAS SOLL DAS? WIR MACHEN NICHT MIT!
Bei uns ist jeder in unserem Geschäft willkommen, der etwas kaufen möchte. Gerne auch um einfach Hallo zu sagen und/oder einen Ratscher zu machen.
Wir werden NIEMANDEN kontrollieren, denn wir sehen uns nicht befugt, dies zu tun.
Wir werden niemanden abstufen oder einstufen, bewerten oder beurteilen und nicht verurteilen
Der Post stieß auf viel Resonanz. Inzwischen wurde er 1.700 Mal geliket und fast 600 Mal geteilt, Auch die fast 400 Kommentare fallen überwiegend positiv aus. Ein User schreibt beispielsweise: „Bravo , Kompliment , nur weiter so, dann hat Alles so schnell wie möglich ein Ende.“ Ein anderer: „Super ! Lei brauchts mehr sellige , dr Groastoal hobn olle kuene Eier ( Mut ) mehr !“ Einige wenige verurteilen die Entscheidung des Geschäftes aber auch.
Lesen Sie mehr dazu in der Dienstags-Ausgabe der TAGESZEITUNG.
Kommentare (91)
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