Ausgedehnte Ermittlung
Die Staatsanwaltschaft ermittelt zur Oberalp-Maskenlieferung nun auch gegen LH Arno Kompatscher und weitere neun Personen.
Paukenschlag in der seit Frühjahr 2020 laufenden Ermittlung zur (ersten) Maskenlieferung der Firma Oberalp an den Südtiroler Sanitätsbetrieb:
Beamte der Carabinieri-Sondereinheit NAS aus Mailand und Treviso beschlagnahmten am Sitz in der Bozner Sparkassenstraße den ganzen Tag über Dokumente und digitale Datenträger.
Auch am Sitz der Landesverwaltung gab es Durchsuchungen.
Auf dem Durchsuchungsbefehl scheinen zehn Namen auf:
Neben jene von Sanitätsgeneraldirektor Florian Zerzer und Oberalp-Geschäftsführer Christoph Engl, gegen die bereits wegen schadhafter Lieferungen ermittelt wurde, auch der von Landeshauptmann Arno Kompatscher, der sich im März 2020 diplomatisch für die Lieferung aus China, die über Österreich abgewickelt wurde, eingesetzt hatte.
Die weiteren Tatverdächtigen sind leitende Landesbeamte und hohe Mitarbeiter des Sanitätsbetriebs.
Die Staatsanwaltschaft vermutet eine Verletzung des Ausschreibungsgesetzes und dass der Ankauf trotz Kenntnis negativer Gutachten aus Österreich erfolgte.
Kurios ist allenfalls:
Die Ermittlung läuft seit über einem Jahr. Und diese Aktion findet einen Tag vor Weihnachten statt …
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Kommentare (11)
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