Kampf um den Skonto
Das Beweissicherungsverfahren zum Horror-Unfall von Luttach ist abgeschlossen. In Kürze wird die Staatsanwaltschaft Anklage gegen Stefan Lechner erheben.
von Thomas Vikoler
Natürlich haben die Mitglieder der deutschen Reisegruppe Alkohol getrunken. Sie hatten gemeinsam eine Diskothek besucht und sich klugerweise für die Heimfahrt einen Shuttlebus bestellt. Sechs Personen, die nach dem Ausstieg aus diesem vom heranbrausenden Audi TT getötet wurden, wiesen einen Alkoholspiegel von über 0,5 Promille auf. Die siebente Person einen von über 0,3 Promille.
Dies ist eines der Details der makabren Untersuchung, welche der Veroneser Gerichtsmediziner Dario Raniero auf Antrag der Verteidigung von Stefan Lechner im Rahmen des Beweissicherungsverfahrens zum Horror-Unfall von Luttach vom 5. Jänner 2020 durchführen musste.
Am Montag präsentierte Raniero am Landesgericht den zweiten Teil seiner Expertise zum Blut der Verstorbenen: Er fand dort auch Spuren von Drogen. Weitere Details wollte keiner der Verfahrensbeteiligten bekanntgeben. Lechners Verteidigung ist der Vorstoß, mit dem eine Mitschuld der Opfer an dem Unfall bewiesen werden sollte, inzwischen selbst peinlich.
LESEN SIE MEHR IN DER HEUTIGEN PRINT-AUSGABE.
Kommentare (8)
Lesen Sie die Netiquette und die Nutzerbedingungen
Du musst dich EINLOGGEN um die Kommentare zu lesen.