„Verrücktes Rundschreiben“
Die Süd-Tiroler Freiheit ist besorgt darüber, dass der Sanitätsbetriebe jetzt auch Krankenpfleger ohne Deutschkenntnisse sucht.
Sven Knoll ist empört: „Nachdem der Südtiroler Sanitätsbetrieb qualifiziertes einheimisches Personal rausgeekelt, suspendiert und rausgeschmissen hat, werden nun händeringend neue Mitarbeiter gesucht. Qualität spielt dabei keine Rolle mehr.“
Für den Gesundheitsbezirk Bozen würden beispielsweise mit einem – so der STF-Politiker wörtlich – „absolut verrückten Rundschreiben“ Krankenpfleger gesucht.
Darin heißt es wörtlich: „Die Situation hat sich im Vergleich zu früher geändert und es ist jetzt möglich, auch ohne Zweisprachigkeitsnachweis teilzunehmen“.
Dass der Sanitätsbetrieb damit „ohne Deutschkenntnisse“ meint, stelle er sogleich unter Beweis, indem als Bewerbungsadresse nur mehr die rein italienische „Via Böhler“ in „Bolzano“ sowie die E-Mailadresse „[email protected]“ angegeben wird. „Armes Süd-Tirol…“, so die STF.
Mit diesem Vorgehen untergrabe der Südtiroler Sanitätsbetrieb nicht nur die hart erkämpften Minderheitenrechte der Südtiroler, sondern degradiere die deutschsprachige Bevölkerung in Südtirol auch zu Patienten zweiter Klasse, so Knoll.
Die deutschsprachigen Südtiroler, die noch die Mehrheit im eigenen Land bilden, hätten sich demnach an die „veränderte Situation“ anzupassen und auf ihre Muttersprache zu verzichten.
Knoll abschließend:
„Diese Entwicklung führt schnurgerade in den minderheitenpolitischen Untergang, denn wenn das Recht auf Gebrauch der deutschen Sprache in Süd-Tirol nicht mehr als selbstverständliche und unantastbare Grundlage der Autonomie verstanden wird, sondern nur mehr als lästiges Übel, auf das man einfach verzichten kann, ist autonomiepolitisch alles verloren.“
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