„Würden das nicht verkraften“

Skigebiet Helm (Foto: Christian Tschurtschenthaler)
HGV-Präsident Manfred Pinzger will die Wintersaison mit Aufrufen retten. Als Ultima Ratio müsse man aber die Ungeimpften aussperren.
Tageszeitung: Herr Pinzger, wie stellen Sie es sich vor, wie es in Sachen Corona und Wintersaison weitergehen soll?
Manfred Pinzger (Präsident Hoteliers- und Gastwirteverband): Wir leisten unseren Part. Wir rufen die Bars und Restaurants wiederholt und verstärkt auf, die Regeln einzuhalten und die Mitarbeiter und Gäste zu kontrollieren. Daneben regen wir auch an, die Impfung ernst zu nehmen. Laut Statistik stellen wir ja fest, dass die allermeisten schweren Krankheitsverläufe mit über 90 Prozent nichtgeimpfte Personen betreffen. Ich muss mich als Laie auf die Wissenschaft verlassen und gebe diesbezüglich auch eine Empfehlung. All das vorausgesetzt, hoffen wir stark, dass die anderen Wirtschaftssektoren, aber vor allem die gesamte Gemeinschaft mitzieht. Denn allein schaffen wir das nie.
Man hat gesehen, dass es mit Aufrufen bisher nicht getan war. Falls zusätzliche Corona-Maßnahmen getroffen werden: Wie sollten diese aussehen?
Wir waren von Anfang an einverstanden, dass kontrolliert und gestraft wird. Natürlich nicht nur bei uns, denn alle Sektoren haben die Regeln einzuhalten. Es ist deshalb wichtig, dass von der öffentlichen Hand und den Sicherheitsbehörden entsprechend reagiert wird.
Sie haben keine konkreten Vorschläge für zusätzliche Maßnahmen – 2G, 2G+, Lockdown für Ungeimpfte?
Niemand – auch wir nicht – will eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Das ist unangenehm und soll nicht sein. Aber wenn es nicht anders geht, muss man als Ultima Ratio konsequent sein: Wir arbeiten lieber mit 80 Prozent der Menschen als gar nicht zu arbeiten. Bevor unsere Betriebe zugesperrt werden, müssen wir andere Dinge in Kauf nehmen.
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