Drohende Ausfälle
15 Prozent der Busfahrer sind noch ungeimpft. Noch höher ist der Anteil der Nicht-Geimpften bei den Mitarbeitern im Straßendienst – im Winter drohen Ausfälle.
In den letzten Tagen kam es vermehrt zu Anrufen und persönlichen Aussprachen mit Angestellten im öffentlichen Nahverkehr, die sich mit der Bitte an den ASGB wenden, im Betrieb vorzusprechen, weil ihnen Urlaubsanfragen oder Ruhetage einfach gestrichen werden. Der Sekretär der Fachgewerkschaft Transport und Verkehr (GTV) im Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbund (ASGB), Hans Joachim Dalsass, fordert alle Akteure im öffentlichen Personennahverkehr auf, sich den grünen Pass zu besorgen und ihren Dienst zu versehen.
„Denn diese unsolidarische Haltung wirkt sich letzten Endes massiv auf jene aus, die im Besitz des Grünen Passes sind und täglich ihren Dienst antreten. Der Frust auf die Regierung und die Sturheit Einzelner dürfen nicht Anlass dafür sein, dass all jene, die regulär ihrer Arbeitstätigkeit nachgehen, weder Urlaub nehmen noch die zustehenden Ruhetage beanspruchen können“, so Dalsass.
Der Landesregierung liegen Daten vor, wonach aktuell 15 Prozent der Busfahrer/-innen noch nicht geimpft sind. Zwar ist dieser Prozentsatz im Vergleich zur Gesamtbevölkerung niedriger. Allerdings handelt es sich bei den Busfahrern und –fahrerinnen um eine Berufsgruppe, die ständig in engem Kontakt mit den Menschen steht und zumeist ohne Mund- und Nasenschutz arbeitet. Das Ansteckungsrisiko ist im öffentlichen Personennahverkehr höher als in anderen Bereichen.
Noch höher ist der Anteil der Nicht-Geimpften bei den Mitarbeitern im Landesstraßendienst. Der zuständige Landesrat Daniel Alfreider befürchtet, dass es aufgrund der Green-Pass-Pflicht im Winter zu Personalengpässen kommen könnte. Möglicherweise müssen einige Arbeitsstellen im Straßendienst ausgelagert werden. (mat)
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