Spiel auf Zeit?

Foto: Südtiroler Sanitätsbetrieb/ Ivo Corrà
Die Ärztekammer fordert vom Sanitätsbetrieb die Herausgabe der Namen der ungeimpften Ärzte – und droht mit rechtlichen Konsequenzen. Der Sanitätsbetrieb reagiert gelassen darauf.
von Markus Rufin
Jede Woche veröffentlicht der Sanitätsbetrieb Daten zur Situation rund um die Pflichtimpfung des Gesundheitspersonals. Letzte Woche wurden die besagten Daten aber nicht veröffentlicht. Aber auch ohne der Veröffentlichung wird schnell klar, dass nach wie vor ungeimpftes Gesundheitspersonal in Südtirol tätig ist.
Mit Stand 7. Oktober wurden 1.844 Gesundheitsmitarbeiter bereits zu einer Impfung vorgemerkt. Bei 867 Personen ist die Impfung noch ausständig, 977 Personen haben den Impftermin nicht wahrgenommen und 783 Personen haben erst einen Feststellungsbescheid erhalten.
Dazu kommt, dass es immer wieder Meldungen über Personal gibt, das nicht geimpft ist, aber nach wie vor tätig ist. Nicht nur die TAGESZEITUNG erhält solche Meldungen, auch der Südtiroler Ärztekammer werden solche Fälle vorgetragen.
Während einige Ärzte oder Pfleger bereits seit Monaten suspendiert sind (im Juni hatte der Sanitätsbetrieb damit begonnen), dürfen andere nach wie vor arbeiten. Das sorgt selbstverständlich für Verärgerung.
Nun sah sich die Ärztekammer sogar dazu genötigt, einen Brief an den Sanitätsbetrieb zu schreiben. In diesem Brief fordert die Ärztekammer die Herausgabe der Namen aller ungeimpften Ärzte. Somit könne man dies im Berufsverzeichnis eintragen und das ungeimpfte Personal wäre damit suspendiert. Sollte sich der Sanitätsbetrieb weigern, droht die Ärztekammer im Brief mit rechtlichen Schritten.
Lesen Sie mehr dazu in der Dienstag-Ausgabe der TAGESZEITUNG.
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