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„Ändere keinen Beistrich“

Arno Kompatscher

Die Landesregierung übernimmt die staatlichen Regelungen zum Green Pass am Arbeitsplatz vollinhaltlich. In den Spitälern ist die Lage deutlich angespannter als im Vorjahr.

Von Matthias Kofler

Arno Kompatscher will an den römischen Regelungen keinen Beistrich abändern. „Wir werden mit Landesverordnung die staatliche Norm zu Hundert Prozent übernehmen“, teilte der Landeshauptmann nach der gestrigen Sitzung der Landesregierung mit. Ab dem 15. Oktober müssen Arbeiter und Angestellte in öffentlichen Unternehmen und Verwaltungen sowie in Privatbetrieben über den Green Pass verfügen, wenn sie ihren Arbeitsplatz aufsuchen. Mit dem Pass wird die Impfung mit mindestens einer Dosis, die Genesung von einer Covid-19-Erkranung oder ein negativer Test nachgewiesen. Die Landesverwaltung arbeitet schon jetzt daran, die für die Kontrollen des Green Pass zuständigen Beamten namhaft zu machen. Der LH rief die Arbeitgeber in der Privatwirtschaft auf, Selbiges zu tun. Zudem kündigte er verschärfte Kontrollen am Arbeitsplatz durch die Sicherheitskräfte an.

Laut Gesundheitslandesrat Thomas Widmann ist die Situation in den Südtiroler Krankenhäusern angespannter als im September des Vorjahres. An einem Tag wurden zuletzt drei weitere Personen in die Intensivstation eingeliefert, zwei Personen durften die Intensivstation wieder verlassen. Aktuell benötigen in Südtirol neun Covid-Patienten eine intensivmedizinische Betreuung. Ab zehn Personen würde das Land die Schwelle für die gelbe Zone überschreiten. Vor genau einem Jahr befand sich keine einzige Person auf der Intensivstation.

Die 7-Tage-Inzidenz ist mit 80 vergleichsweise niedrig. In der Landesregierung führt man dies darauf zurück, dass aktuell – anders als während der dritten Welle – wenig Screenings durchgeführt werden.

Als positiv hob Widmann hervor, dass der Anteil der geimpften Personen aufgrund der Green-Pass-Pflicht am Arbeitsplatz zuletzt deutlich gestiegen sei. Bei den Vormerkungen wurde ein Plus von 20 Prozent verzeichnet. „Die Geimpften erkranken nur in den allerseltensten Fällen“, betonte der Landesrat.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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