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Wohlgemuth gegen Holzeisen

Prevent virus and germs – healthcare and hygiene concept

Grünen-Chef Felix von Wohlgemuth lässt sich auf Facebook über Renate Holzeisen, die „Jeanne d’Arc delle Alpi“ aus.

Der Grünen-Co-Vorsitzende Felix von Wohlgemuth schreibt unter dem Hashtag VergesseneSolidarität:

Es ist beängstigend, mit welchem Populismus Holzeisen & Co am vergangenen Samstag in Bozen aufgetreten sind. Hier wird ein Kampf inszeniert, dessen Ziel die Spaltung der Gesellschaft ist und ich werde das latente Gefühl ich los, dass hier aus politischen Interessen agitiert wird. Geht es den Akteuren auf dem Podium wirklich um Grundrechte und Freiheit, oder wird hier nur die Basis für den für eine politische Bewegung gelegt? Wenn dem so sei, dann sollte das den Menschen auch klar gesagt werden.

Eines wird aber so schon überdeutlich: Die große Verunsicherung vieler Menschen wird täglich durch unklare oder sogar bewusst falsche Informationen verstärkt und ganz klar manipulativ ausgenutzt. Jede Theorie, und sei sie noch so abwegig, wird munter verbreitet und es wird die Legende der sogenannten „Weltregierung“ erzeugt, welche eigentlich hinter unserer staatlichen Regierung stehen würde. Wie bei allen Verschwörungstheorien soll bei den Zuhörer*innen der Eindruck erweckt werden, sie allein hätten nun den großen Durchblick und würden somit über dieses exklusive Wissen verfügen, welches sie von der Schlafschaf-Masse abhebt.

Corona, eine reine Erfindung der Mächtigen, um das dümmliche Volk zu versklaven und Profit zu generieren; The Great Reset als neue Weltordnung, Soros & Bill Gates als heimliche Weltenherrscher, eine Finanzelite, welche die Geschicke der Welt lenkt.

Wie gut, dass es da unsere Jeanne d’Arc delle Alpi gibt, welche tapfer und mutig den heroischen Kampf gegen die Eliten aufgenommen hat.

Dass es eigentlich gar keiner Pandemie bedurfte, um die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer zu machen, dass die globale aber auch lokale Ungleichheit schon lange vor Corona bestanden hat: geschenkt! Warum sollte man sich mit komplexen wirtschaftlichen gesellschaftlichen Zusammenhängen aufhalten, wenn es doch so viel einfacher geht.

Was mir dabei wirklich Sorgen bereitet ist, dass wir diesen Rattenfängern die Menschen geradezu in die Arme treiben, wenn wir uns von autoritären Forderungen zu weitreichenden Pflichtimpfungen und verbalen Übergriffen auf Impfskeptiker nicht genauso deutlich distanzieren, wie von Aussagen der militanten Impfgegner. Druck erzeugt immer Gegendruck und irgendwann fliegt uns dieser „Kochtopf“ um die Ohren.

Mit Konfrontation werden wir als Gesellschaft nichts erreichen, denn nur mit Solidarität und Zusammenhalt lässt sich diese Pandemie besiegen.

Vor einem Jahr war uns das alles noch allen klar – haben wir das nur vergessen?

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (82)

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