Ende der Böllerei
„Seit Jahrhunderten lärmen wir zu Silvester für einen Zweck: böse Geister zu vertreiben und das neue, bessere Jahr zu feiern. Groß ist die Hoffnung, dass wir 2021 die Pandemie in den Griff bekommen. Groß könnte daher auch manch private Böllerei ausfallen“, schreibt die Liste Rösch/Grüne in einer Aussendung.
Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern ist jedoch in ganz Südtirol prinzipiell verboten – wenn nicht der Bürgermeister oder die Bürgermeisterin der jeweiligen Gemeinde eine Ausnahmegenehmigung erteilt.
Denn große und kleine Feuerwerke vermiesen lärmempfindlichen Menschen, wie Babys und Senioren, das Fest, lassen die Feinstaubwerte in die Höhe schnellen, Tiere – wilde und jene daheim – verkriechen sich angsterfüllt oder fliehen kopflos durch die Nacht, auch in den Tod.
Die Liste Rösch/Grüne ruft zu einem Ende der privaten Böllerei auf, auch aus Respekt gegenüber dem Personal im Krankenhaus: an keinem anderen Tag des Jahres verletzen sich so viele Menschen.
Zum letzten Jahreswechsel gab es in Italien einen Toten und 500 Verletzte, darunter zahlreiche Kinder und Jugendliche. „Es liegt an uns allen, die Ärzte, Pfleger und Rettungsdienste zu entlasten, die sonst zahlreiche Patienten versorgen müssen, die sich beim Umgang mit Böllern und Raketen verletzt haben“, so die Liste Rösch/Grüne.
Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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