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„Der Feind heißt Covid“

Giuseppe Conte und Julia Unterberger (Archivbild)

 

Die SVP fordert von Giuseppe Conte eine stärke Miteinbeziehung des Parlaments beim Corona-Krisenmanagement. Und Lega-Chef Matteo Salvini schießt gegen Julia Unterberger.

Premier Giuseppe Conte hat das römische Parlament über seine jüngste Corona-Verordnung informiert. „Die aktuellen Zahlen sind beängstigend. Wir können nicht untätig zusehen, wie sich das Virus verbreitet und tagtäglich mehr Todesopfer fordert und das Sanitätssystem völlig an seine Grenzen kommt“, fasst die SVP-Kammerabgeordnete Renate Gebhard zusammen.

In dieselbe Kerbe schlägt Senatorin Julia Unterberger: „Die zweite Welle hat Europa erreicht. Wenn jemand dafür der italienischen Regierung die Schuld geben will, dann muss er allen Regierungen in Europa die gleiche Schuld geben.“ Die Maßnahmen seien identisch mit jenen in Deutschland, mit dem Unterschied, dass Italien gleichzeitig Ressourcen für besonders betroffene Kategorien zur Verfügung gestellt habe.

Gleichzeitig macht sich die SVP dafür stark, dass das Parlament stärker in das Krisenmanagement mit einbezogen wird. Conte müsse die Maßnahmen künftig vorab im Parlament besprechen, fordert Gebhard. Damit werde den Diskussionen der vergangenen Tage, auch innerhalb der Regierungsmehrheit, die Luft genommen, die die Menschen nur noch mehr verunsicherten. „Wir brauchen weniger Streit und mehr Verantwortung“, ist Unterberger überzeugt. „Die Opposition wirft der Regierung, bei der Verabschiedung restriktiver Maßnahmen vor, die Wirtschaft zu ersticken und bei der Verabschiedung von weniger restriktiven Maßnahmen, die Gesundheit der Bevölkerung zu bedrohen. So eine Haltung ist unverantwortlich. Denn der Name des Feindes ist Covid19, das sollten wir nicht vergessen.“

Lega-Chef Matteo Salvini hat die Rede der SVP-Senatorin nicht goutiert. In seinem Redebeitrag giftete er in Richtung Unterberger: „Niemand ist so taub wie die, die nicht hören können – vielleicht auch deshalb, weil sie eine andere Sprache sprechen.“ (mat)

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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