„Giftiges Material“
Auch von der „Süddeutschen Zeitung“ gibt es jetzt eine „Reisewarnung“ – in das Land der angeblich giftigen Äpfel.
Als ob die Reisewarnung des RKI nicht schon Schaden genug für Südtirol wäre …
Jetzt „haut“ auch noch die „Süddeutsche Zeitung“ auf uns Südtiroler ein. In einem großen Artikel („Giftiges Material) berichtet die Süddeutsche über den Pestizid-Krieg, den die Südtiroler Obstwirtschaft mit dem Münchner Umweltinstitut ausficht.
Der Succus des SZ-Beitrages von Uwe Ritzer:
„Nun ist Umweltaktivisten ein Schatz in die Hände gefallen: Berichtshefte und Rechnungen, die den Einsatz von Spritzmitteln akribisch dokumentieren.“
Die Zeitung berichtet ausführlich über den Pestizid-Prozess, der am Landesgericht in Bozen läuft. Und über die Spritzhefte, die von der Carabinieri-Sondereinheit NAS beschlagnahmt worden sind.
Die SZ schreibt:
„Im Zuge der bei Gericht üblichen Akteneinsicht gelangten die sensiblen Daten auch in die Hände der angeklagten Umweltaktivisten. Diese sitzen nun auf einem riesigen Datensatz. Er erlaubt einen detaillierten Einblick über den Chemieeinsatz in einer Anbauregion, aus der jeder zehnte in Deutschland und Europa verzehrte Apfel kommt. Es sind Informationen, von denen kein Landwirt möchte, dass sie in die Hände seiner Kritiker gelangen und womöglich sogar an die Öffentlichkeit. Das gilt erst recht, sollten die Apfelbauern tatsächlich unverhältnismäßig viel chemische Pflanzenschutzmittel versprühen. Mit Blick auf die internationalen Absatzmärkte wäre das verheerend für das Image Südtiroler Äpfel.“
Kommentare (68)
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