„Klare Niederlage“
Die SVP weiß noch nicht, wie sie mit ihrem schwachen Abschneiden in Bozen und Meran umgehen soll.
Philipp Achammer redete nicht lange um den heißen Brei herum: Das Ergebnis seiner Partei in Meran sei „enttäuschend“. „Unser Ziel war es, in die Stichwahl zu kommen – das haben wir nicht erreicht“, so der Obmann.
Zwar sei man weiterhin stärkste Partei in der Passerstadt, doch eine Positionierung bei den Stichwahlen werde „nicht einfach“.
Auch Vize-Obmann Karl Zeller definierte das Ergebnis als „klare Niederlage“, auch wenn am Ende nur 200 Stimmen für die Stichwahl gefehlt hätten. „Wir haben das Potential der italienischen Bürgerliste unterschätzt, während wir Lega und FDI stärker eingeschätzt haben. Zwei, drei Prozent sind ans Team K gegangen, die uns nun fehlen“, so Zeller.
Auch in Bozen musste die SVP Verluste hinnehmen. Zur Frage, wen das Edelweiß bei der Stichwahl unterstützen wird, hielt sich die Parteiführung gestern zugeknöpft: Man werde mit beiden Kandidaten reden, die Lage analysieren und innerhalb dieser Woche gemeinsam mit der Landespartei eine Entscheidung treffen“, so Stadtobmann Dieter Steger.
Als Grund für das schwache Abschneiden nannte er das Wahlrecht: Die SVP sei „wie in einem Sandwich“ zwischen den beiden italienischen BM-Kandidaten eingelagert gewesen. Man sehe sich aber nach wie vor „unverzichtbar“ für eine Regierungsbildung.
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