„Waren das nicht Sie?“

Ex-Mignone-Areal: Auf dem blau eingezeichneten Areal war ein Langzeitkrankenhaus vorgesehen
Der PD-Landtagsabgeordnete Sandro Repetto zeigt mit einer Anfrage zum Ex-Mignone-Areal in Bozen eine Erinnerungslücke. Sehr zur Freude von Vermögenslandesrat Massimo Bessone.
von Thomas Vikoler
Neue Rolle, neue Aufgabe. Diese besteht für Sandro Repetto, dem einzigen PD-Vertreter im Südtiroler Landtag, vor allem darin, Anfragen an die Landesregierung zu stellen. Weil die SVP 2018 die Lega dem Partito Democratico als Regierungspartner vorzog, sitzt Repetto, zuvor Stadtrat für Soziales und Vermögen in Bozen, auf der Oppositionsbank.
Von dort aus verschickte er vergangene Woche eine aktuelle Anfrage zu einer Vereinbarung, welche die Gemeinde Bozen und das Land zur Nutzung der Flächen der ehemaligen Mignone-Kaserne in Oberau geschlossen hatten. Repetto beklagt im Vorspann, dass dort vorgesehene Vorhaben wie die Errichtung eines Langzeitkrankenhauses, eines Sozialsprengels und von Altenwohnungen, „seit 15 Jahren allein auf dem Papier“ existierten. Dazu richtet der PD-Landtagsabgeordnete mehrere Fragen an Vermögenslandesrat Massimo Bessone.
Dieser geriet wegen der Repetto-Anfrage gestern beinahe aus dem Häuschen: „Wäre mir das passiert, hätte man mich ans Kreuz genagelt“, meinte der Lega-Landesrat.
Denn Repetto bemängelt in seiner Anfrage etwas, das er selbst (mit) verhindert hat. Nämlich die Errichtung eines Langzeitkrankenhauses im Ex-Mignone/Rosenbachviertel.
Doch der Reihe nach: Der im Jahre 1999 entstandene Durchführungsplan sah auf dem Ex-Kasernen-Areal eine Reihe von öffentlichen Einrichtungen vor. Alle davon sind inzwischen gebaut worden – mit Ausnahme des Langzeitkrankenhauses und des Sitzes für den Sozialsprengel Oberau-Haslach.
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