Rösch vs. Impfgegner
Bei der Kundgebung waren am Samstagnachmittag rund 400 Impfgegner auf dem Sandplatz zusammengekommen und hatten dabei sowohl die Sicherheitsabstände als auch die Maskenpflicht ignoriert.
„Auch wenn ein Gutachten der Staatspolizei vorlag, müssen öffentliche Veranstaltungen in jedem Fall von der Ortspolizei und von mir als Bürgermeister genehmigt werden“, unterstrich Rösch. „Die Veranstaltung hatte jedoch keine Genehmigung und auch kein erkennbares Sicherheitskonzept. Wir werden daher rechtliche Schritte gegen die Veranstalter einleiten und entsprechende Strafen verhängen“, sagte Rösch.
„Freie Meinungsäußerung ist ein hohes Gut. Doch wir können nicht akzeptieren, dass sich Menschen auf diese Weise über die bestehenden Regeln hinwegsetzen und damit nicht nur sich, sondern auch andere in Gefahr bringen“, unterstrich Rösch. „Wir müssen Konzerte und Sportveranstaltungen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit absagen, wir müssen Gastbetriebe und Geschäfte strengen Regeln unterwerfen und wir leiden alle unter den Einschränkungen. Solche Aktionen sind angesichts dieser Umstände absolut kontraproduktiv und inakzeptabel.“
Unabhängig von der Veranstaltung sei er besorgt über den um sich greifenden Leichtsinn im Umgang mit der Ansteckungsgefahr. „Wir haben dank unserer gemeinsamen Anstrengungen die unmittelbare Notlage überstanden. Doch wenn manche Bürgerinnen und Bürger nun die Lockerung der Einschränkungen als Freibrief sehen, sich überhaupt nicht mehr an die Regeln zu halten, werden wir hart durchgreifen. Sonst büßen wir am Ende alle für die Fahrlässigkeit von ein paar Uneinsichtigen“, so der Bürgermeister, der eine Verschärfung der Kontrollen ankündigte.
Es liegt auch eine Stellungnahme der Veranstalter vor.
Diese behaupten, sie hätten eine reguläre Genehmigung der Quästur gehabt.
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