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Gefilzte Bürger

Die STF wirft der Polizei vor, die Einheimischen mit Hubschraubern bis auf Almhütten zu überwachen und zu bestrafen.

In italienischen Städten wie Brescia und Mailand feierten dieses Wochenende Hunderte Menschen auf den Straßen, ohne dass die Polizei etwas dagegen unternommen hätte.

„Aus Bozen erreichen uns heute sogar Bilder, wie Muslime in großen Menschenansammlungen das Ende des Ramadan auf einem Sportplatz feiern, auch da bleibt die Polizei untätig“, kritisiert die Süd-Tiroler Freiheit.

Die einheimische Südtiroler Bevölkerung werde aber von der italienischen Polizei mit Hubschraubern „bis auf Almhütten hinauf überwacht und mit horrenden Geldsummen wegen vermeintlichen Verstößen gegen die Corona-Verordnungen bestraft“, so die Oppositionspartei. 

Am Möltner Kaser habe sich – immer laut STF – am Freitag ein besonders eklatanter Fall ereignet, der sich laut Zeugenaussagen wie folgt abgespielt hat:

„Gegen Mittag kreiste plötzlich ein Polizei-Hubschrauber über der Ausflugshütte. Kurz darauf erschien ein Jeep der Carabinieri und verlangte von einer Gruppe von 4 Freunden, die auf einem Tisch im Freien saßen, dort gegessen hatten und anschließend Karten spielten, die Personalausweise“, so die STF.

Erst nach über einer Stunde kehrten die Carabinieri zurück und händigten den Betroffenen einen Strafbescheid von über 500 Euro aus, so die STF. Obwohl die Betroffenen einen Mundnasenschutz dabei hatten und einen Abstand von 2,30 Metern einhielten, ließen sich die Carabinieri auf keine Diskussion ein und weigerten sich auch den Abstand nachzumessen, so die STF.

Die betroffenen Bürger hätten daraufhin die Unterschrift auf dem Übertretungsprotokoll verweigert. „Sie haben die Abstände selbst nachgemessen und photographisch dokumentiert. Der Abstand betrug nachweislich 2,30 Meter“, so die STF

Das Fazit der STF:

Während Ausländer und Bürger in italienischen Städten offensichtlich Narrenfreiheit haben und sich an keine Corona-Bestimmungen halten müssen, wird die einheimische Bevölkerung in Südtirol überwacht und streng bestraft. 

Diese Ungleichbehandlung ist durch nichts zu rechtfertigen!“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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