Die täglichen Sorgen

Manfred Pinzger
HGV-Präsident Pinzger über die notwendige Beibehaltung des 2-Meter-Abstandes in Bars und Restaurants, die verhaltene Buchungslage, Markus Söders Aussagen – und über Fehleinschätzungen der Ordnungskräfte.
Tageszeitung: Herr Pinzger, die 2-Meter-Abstands-Pflicht und die FFP2-Masken-Pflicht in Bars und Restaurants bleiben. Das Land ist also strenger als der Staat, was viele Betriebe verärgert. Sie auch?
Manfred Pinzger: Verärgert bin ich nicht. Wir waren die ersten im ganzen Staat, die ein Gesetz gemacht haben. Unser Landesgesetz war sicherlich ausschlaggebend, dass Rom endlich reagiert hat. Und man wird jetzt nicht das Beste und Angenehmste herauspicken können, sondern es sollte uns vielmehr darum gehen, die Regeln zu respektieren und die beste Vorsorge gegen das Aufflammen einer zweiten Infektionswelle zu machen. Es gibt in Italien und auch bei uns ja schon genug Fotos und Beispiele, wo vor allem in Bars, aber auch an privaten Treffpunkten die Schutzvorkehrungen nicht respektiert werden. In kleineren Lokalen ist der 2-Meter-Abstand sicher ein Problem, aber man hört auch vielfach – sogar in Zentren –, dass es ohnehin noch an Gästen fehlt. Zudem haben viele Gäste lieber genügend Abstand. Deshalb plädiere ich einstweilen – auch wenn es schwierig ist –, Ruhe zu bewahren. Und wenn die Infektionszahlen niedrig bleiben, wird der Landeshauptmann sicherlich demnächst dem allgemeinen Wunsch entsprechend die Maßnahmen lockern.
DAS VOLLSTÄNDIGE INTERVIEW LESEN SIE IN DER DONNERSTAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.
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