„Wir pfeifen auf Rom“
Die STF ruft zum „politischen Ungehorsam“ gegen Rom auf. Auch die Lega ist sauer.
Die Landesregierung kritisiere Rom nur, tue aber nichts, sagt Sven Knoll. Die Süd-Tiroler Freiheit ruft deshalb zum „politischen Ungehorsam“ gegen Rom auf. Südtirol soll sich demnach in Selbstisolation gegenüber dem italienischen Staatsgebiet begeben, so wie es auch das Bundesland Tirol gegenüber dem restlichem Österreich getan hat.
Dafür sollen eigenständige Maßnahmen und Lockerungen getroffen werden. Neben der Öffnung der Beherbergungsbetriebe sollten Treffen von Partnern und Familien sofort wieder erlaubt werden, Kinderbetreuungseinrichtungen für Menschen, die arbeiten, eingerichtet werden, Restaurants und Bars sollten unter Einhaltung aller Sicherheitsauflagen wieder öffnen dürfen und vor allem sollten die Grenzen zu Nord- und Osttirol bzw. der Schweiz wieder geöffnet werden.
Auch die Südtiroler Lega ist sauer auf Rom: Die Regierung habe beim jüngsten Dekret die spezifischen Gegebenheiten der einzelnen Regionen, sowohl im Bereich der Sanität als auch der Wirtschaft, komplett ignoriert. „Das totale Misstrauen gegenüber den Bürgern ist äußerst besorgniserregend“, so Massimo Bessone. Rom solle den Regionen die Freiheit überlassen, selber ihre Neustartregeln festzulegen. (mat)
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