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„Herr LH, vertrauen Sie den Leuten“

Klaus Peter Dissinger

Der Chef des Dachverbandes für Natur- und Umweltschutz, Klauspeter Dissinger, tritt in einem Offenen Brief dafür ein, dass die kleinen und mittleren Betriebe wieder aufsperren können.

Klauspeter Dissinger, der Vorsitzende des Dachverbandes für Natur- und Umweltschutz, hat sich einem Offenen Brief an die Landesregierung gewandt.

Dissinger hofft, dass die Corona-Krise sich positiv auf die Umwelt auswirkt. Dass sie ein generelles Umdenken hervorruft.

Gleichzeitig warnt der Dachverbands-Chef vor den gravierenden sozialen und wirtschaftlichen Folgen. Dissinger regt in seinem Offenen Brief eine langsame Rückkehr in die Normalität an.

Der Brief im Wortlaut:

S.g. Herr Landeshauptmann und Landesregierung

Ich wende mich an Sie als Vorsitzender des Dachverbandes für Natur- und Umweltschutz und als Kleinunternehmer und bedanke mich im Voraus für Ihre Aufmerksamkeit.

Generell hoffe ich, dass die Corona Krise zumindest langfristig positive Auswirkungen auf die Umwelt  hat  und sowohl  bei der Bevölkerung als auch bei der Politikern ein Umdenken hervorruft , indem dem Naturschutz mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird und die regionalen Kreisläufe gestärkt werden .

Dies wäre ein wertvoller Beitrag um die nahende Klimaerwärmung, mit ihren dramatischen Folgen, doch noch in den Griff zu bekommen.

Allerdings muss man feststellen, dass der jetzige Lockdown gravierende wirtschaftliche und soziale Auswirkungen hat und noch haben wird.

Nachdem sich gottseidank aber auch bei uns die Kurve der Neuinfektionen abgeflacht ist, wären aus meiner Sichtweise folgende Erleichterungen erstrebenswert:

  • Kleinen – und mittleren Betrieben  sollte nach Ostern, mit den erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen, die Arbeit wieder ermöglicht werden.
  • Kleinen- und mittleren Einzelhandelsbetrieben sollten, mit den notwendigen Sicherheitsvorkehrungen ( Maskenpflicht, Einhaltung der Abstandsregeln, begrenzte Anzahl von Kunden je nach Größe des Geschäftes) die Möglichkeit gegeben werden,  wieder zu öffnen
  • Die sportlichen Aktivitäten im Freien ( sprich Wanderungen und nicht Bergtouren ) mit den vorgeschriebenen Abstandsregeln zu erlauben. Dadurch würde das Immunsystem der Menschen gestärkt und folglich deren Gesundheit.

Vertrauen  Sie auf das Verantwortungsbewusstsein der Bevölkerung, die durch den einmonatigen Lockdown genügend aufgeklärt ist und ein Gemeinschaftsbewusstsein entwickelt hat.

Die genannten Erleichterungen würden folglich wohl kaum zusätzliche, bedauernswerte Todesfälle zur Folge haben.

Im Gegenteil sie würden sich sowohl wirtschaftlich als auch  sozial und gesundheitlich positiv auswirken.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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