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„In zwei getrennten Welten“

Die Gewerkschafterin Angelika Hofer wettert gegen den Inflationsausgleich für Politiker.

Wieder einmal werde deutlich, dass die Bürger und die Politiker in zwei getrennten Welten leben, meint Angelika Hofer, Generalsekretärin der Fachgewerkschaft des Öffentlichen Dienstes im AGB/CGIL bezüglich des Inflationsausgeichs für Politiker (die TAGESZEITUNG berichtete).

„Regeln, die für Politiker gelten, gelten noch lange nicht für die öffentliche Arbeitnehmerschaft“, so Hofer, die daran erinnert, dass es für die öffentlich Bediensteten eine Einfrierung der Gehälter für mehr als fünf Jahre gegeben habe und bis 2015 keine Verhandlungen weder für Inflationsanpassungen noch für Gehaltserhöhungen möglich gewesen seien.

„Für den Dreijahreszeitraum 2016 bis 2018“, erläutert Angelika Hofer, „haben die öffentlich Bediensteten nur eine Inflationsanpassung von insgesamt 80 Euro erhalten, was einer durchschnittlichen Erhöhung von 3,6 Prozent entspricht. Jedoch wurde keine rückwirkende Inflationsanpassung für die verlorenen Jahre gewährt. Nun erfahren wir aus der Presse, dass für die Politiker die Inflation rückwirkend berechnet wird. Dies bewirkt natürlich böses Blut nicht nur unter den öffentlich Bediensteten, sondern auch unter den anderen Bürgern.“

Hofer weiter: „Während die Bediensteten für 2019 und 2020 eine gesamte Inflationsanpassung von 1,9 Prozent erhalten, beschließen die Politiker für sich eine Aufbesserung von 2,2 Prozent. Die Verärgerung und der Frust über die ungleiche Behandlung sind mehr als verständlich.“

Für die Fachgewerkschaft ist es auch nicht nachvollziehbar, dass für die Politiker der regionale Inflationsindex angewandt wird, während sich die öffentlich Bediensteten an den staatlichen Index halten müssen. „Unter diesen Voraussetzungen wäre es begrüßenswert gewesen, wenn sich die Politik auch für die Vertragserneuerungen im öffentlichen Dienst in Rom stärker zu Wort gemeldet hätte“, so die Generalsekretärin.

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