„In den Rücken gefallen“
Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll, bezeichnet die Kritik der Südtiroler Landesregierung an den Ausweichfahrverboten im Bundesland Tirol als unverantwortlich.
Sven Knoll ist resolut:
„Die Südtiroler Landesregierung fällt dem Bundesland Tirol in den Rücken, das sich aktiv darum bemüht, die Bevölkerung vor den Folgen der Verkehrsbelastung zu schützen.“
Anstatt sich zum Sprachrohr einer „wild gewordenen Frächterlobby“ zu machen ― die Tag und Nacht über die Straßen donnern möchte ― sollte die Landeregierung in Südtirol endlich selbst Maßnahmen ergreifen. Bisher wurde nämlich gar nichts getan, um den Verkehr zu reduzieren, so der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit.
Das Bundesland Tirol hat am vergangenen Wochende damit begonnen, den Ausweichverkehr auf dem niederrangigen Straßennetz entlang der Autobahn zu verbieten, damit es nicht auch in den Ortschaften zu Staus kommt. „Diese Maßnahme war ein voller Erfolg. Über 1.000 Fahrzeuge wurden auf die Autobhan zurückgeschickt und auch die betroffenen Touristen zeigten Verständnis für dieses Vorgehen“, so Knoll.
Die immense Verkehrsbelastung entwickle sich zum immer größeren Schaden für den Tourismus in Südtirol und sei auch für die Menschen, die Entlang der Brennerroute wohnen, nicht länger zumutbar.
Sven Knoll schreibt:
„Es ist nicht die Aufgabe der Südtiroler Landesregierung, die wirtschaftlichen Interessen der italienischen Frächterverbände zu vertreten, sondern sich für den Schutz der Bürger in Südtirol einzusetzen. Auch die Bürgermeister entlang der Brennerroute haben sich positiv zu den Ausweichfahrverboten in Nordtirol geäußert.
Anstatt die Maßnahmen des Bundeslandes Tirol zu kritisieren, sollte die Südtiroler Landesregierung endlich einmal aufwachen und vergleichbare Initiativen auch in Südtirol umsetzen.“
Kommentare (4)
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