Rentner protestieren in Rom

Foto: 123RF.com
Hunderte Rentner aus Südtirol nehmen am Samstag an der nationalen Großkundgebung gegen die Regierung in Rom teil und fordern einen jährlichen Inflationsschutz.
Die Rentnergewerkschaften des ASGB, AGB/CGIL, SGBCISL und der SGK/UIL schließen sich der nationalen Großkundgebung am 1. Juni in Rom an, um gegen die Regierung zu protestieren. Hundert Teilnehmer aus Südtirol sind bereits vorgemerkt, die mit Bus und Bahn nach Rom fahren.
In einer Aussendung schreiben die Gewerkschaften:
„In Südtirol gibt es 125.000 Rentenempfänger, die einen 100 % jährlichen Inflationsschutz fordern, der in unserem Land besonders wichtig ist, weil die Inflationsrate hierzulande immer um 1 % höher liegt als auf dem restlichen Staatsgebiet. Auch für die bisher blockierten 60.000 Renten soll es wieder einen Inflationsausgleich geben. Und schlussendlich soll auch die 14. Rentenauszahlung mehr Rentenempfängern zugutekommen als nur 30.000 Mitbürgern wie bisher.“
Die einzige wirkliche Maßnahme der Regierung bestand aus einer Kürzung des Inflationsausgleichs, klagen die Gewerkschaften.
„Dazu kommt noch eine saftige Rückzahlung, die in nächster Zeit auf die Rentner zukommt. Bei den Steuern wurde hingegen nichts unternommen, während die Rentner steuerlich immer noch stärker belastet sind als die aktiven Erwerbstätigen. Auch im Gesundheitswesen, im Pflegbereich und beim Pflegegeld ist nichts geschehen, obwohl es sich um außerordentlich wichtige Bereiche im Leben alter Menschen und ihrer Familien handelt, wo Maßnahmen ergriffen und Mittel bereitgestellt werden müssten“, so die Gewerkschaften.
„Die Regierung hatte kein Ohr für die Forderungen der Gewerkschaften und die Bedürfnisse der Rentnerinnen und Rentner Italiens. Die Mobilisierung der Basis ist daher notwendig und unaufschiebbar“, sagen die Gewerkschaften in einer gemeinsamen Erklärung, die von den Landesekretären der Rentnergewerkschaften Stephan Vieider, Gastone Boz, Annarita Montemaggiore und Danilo Tomasini für den ASGB, AGB/CGIL, SGB/CISL und die SGK/UIL unterzeichnet wurde.
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