„Total daneben“

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EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann wettert über den Umweltminister wegen dessen Wolf-Aussagen. Und der neue Bergbauern-Chef spricht von einem Bananenstaat – und kritisiert das Team Köllensperger.
von Heinrich Schwarz
Herbert Dorfmann nimmt sich kein Blatt vor den Mund. Die jüngsten Aussagen des italienischen Umweltministers Sergio Costa haben den EU-Parlamentarier einmal mehr erzürnt.
„Costa meint, dass es ganz okay wäre, wenn die Wölfe Nutztiere reißen. Ist halt so. Kann man nix dagegen machen. Dass man in Italien mit 3.000 Wölfen schon längst die Population regulieren müsste, ist ihm nicht eingefallen. Zeigt wieder einmal, wie viel Verständnis er und seine Partei ‚Movimento 5 Stelle‘ für die Anliegen der ländlichen Bevölkerung haben, nämlich null“, so Dorfmann auf Facebook.
Der SVP-Politiker meint: „Wir können in Brüssel noch so oft mehr Flexibilität im Wolfsmanagement fordern – wenn in den Staaten dann solche Geister Verantwortung tragen, bringt es nix. Sehr traurig. Total daneben.“
Groß ist der Ärger auch beim neuen Bergbauern-Vertreter im Landesbauernrat, Alberich Hofer. In einem Kommentar auf Dorfmanns Facebook-Stellungnahme schreibt er: „Ein richtiger Bananenstaat. Wo bleibt die Meinung beim Team Köllensperger? Am besten nix sagen, dann kann man nix falsch machen, stimmt’s? Sind ja eure Freunde in Rom, die zuschauen, wie unsere Nutztiere gerissen werden. Was, wenn der erste Angriff auf Menschen stattfindet? Dann werden die Schuldigen schnell unschuldig werden. Jetzt ist die Lega am Abdrücker, bin gespannt.“
LESEN SIE IN DER FREITAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG:
„Es geht auch anders“ – Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz meint, dass die Frage „Wolf oder Almwirtschaft?“ mit den richtigen Strategien wegfalle.
Kommentare (43)
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