Paul gegen Maria
Oppositionsführer Paul Köllensperger sieht in der Ernennung Maria Kuenzers zur Urbanistik-Landesrätin einen Sieg der mächtigen Lobbys.
Paul Köllensperger kritisiert die Entscheidung des Landeshauptmanns, die Raumordnung und den Landschaftsschutz an die Spitzenkandidatin des Bauernbundes zu vergeben. „Bei aller Wertschätzung der Kollegin Maria Hochgruber Kuenzer wäre etwas mehr Mut seitens des LH angebracht gewesen“, findet der Chef des Teams Köllensperger.
Der Oppositionsführer im Landtag sieht in der Ernennung der Pustererin zur Urbanistik-Landesrätin einen Sieg der mächtigen Lobbyverbände.
Köllensperger meint: „Das Raumordnungsgesetz trägt eh schon schwer übersehbar die Handschrift des Bauernbundes, und nun wird dessen Exponentin auch für die zahlreichen Durchführungsbestimmungen verantwortlich zeichnen. Der Vorwurf, dass die SVP den mächtigen Verbänden mehr denn je Tür und Tor geöffnet hat, wird somit noch einmal bestätigt. Man wird sehen, ob die Landesregierung nun Partikularinteressen vor das allgemeine Interesse des Erhalts der Landschaft und des schonungsvollen Umgangs mit der Ressource Raum stellen wird.“
Arno Kompatscher verteidigt seine Entscheidung: Maria Kuenzer sei sich der Tatsache bewusst, dass sie als Landesrätin im Interesse aller Bürger arbeiten werde. Zudem trage die Landesregierung ohnehin gemeinsam die Verantwortung für alle zu treffenden Entscheidungen. (mat)
Kommentare (49)
Lesen Sie die Netiquette und die Nutzerbedingungen
Du musst dich EINLOGGEN um die Kommentare zu lesen.