Die Lega & die Ortsnamen

Das Skandal-Urteil des italienischen Verfassungsgerichtshofes ─ wonach in Italien alle Ortsnamen italienisch sein müssen ─ hat gravierende Auswirkungen auf Südtirol. „Solange die faschistischen Ortsname-Dekrete in Kraft sind, gibt es nämlich amtlich nur die erfundenen italienischen Ortsnamen in Südtirol“, so der Landtagsabgeordnete Sven Knoll.
Erst wenn diese Dekrete abgeschafft würden, könne eine politische Lösung zur Wiederherstellung der deutschen und ladinischen Ortsnamen sowie zur Anerkennung der historisch fundierten italienischen Namen gefunden werden.
Nachdem die Lega gerne in die Süd-Tiroler Landesregierung möchte, wäre dies eine günstige Gelegenheit, die Ortsnamenfrage endlich zu lösen, so Knoll
Die Lega müsse sich nun entscheiden, ob sie ihrem Gründungsziel des Föderalismus treu bleibt, oder zu einer nationalistischen Zentralisierungspartei mutieren will, so die STF. „Wenn der Lega faschistische Ortsnamen wichtiger sind, als eine konstruktive Regierungsbeteiligung, hat sie in einer zukünftigen Landesregierung ohnehin nichts verloren.“
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