Kompatscher trifft Kern
„Südtirol ist ein besonderes Thema in Österreich“, betonte Ex-Bundeskanzler Christian Kern am Freitag bei seinem Besuch bei Landeshauptmann Arno Kompatscher.
Landeshauptmann Arno Kompatscher empfing am Freitag den österreichischen Nationalratsabgeordneten, SPÖ-Chef und ehemaligen Bundeskanzler Christian Kern zu einem persönlichen Gespräch in Bozen. Neben einer allgemeinen Betrachtung der Lage in Europa sowie den Herausforderungen durch die weltweiten Migrationsströme, stand das Thema der Südtiroler Autonomie und deren Entwicklung im Mittelpunkt.
So berichtete Landeshauptmann Arno Kompatscher etwa über die jüngsten Erfolge beim Ausbau der Südtiroler Finanzautonomie. „An diesem Erfolg ist abzulesen, wie konkret sich die Schutzfunktion Österreichs in handfeste Vorteile für unsere Bürgerinnen und Bürger ummünzen lässt“, unterstrich der Landeshauptmann.
Christian Kern hob hervor, dass der Schutz der Interessen Südtirols im österreichischen Parlament in allen politischen Lagern ernst genommen werde und zeigte sich erfreut über die erreichten Erfolge. „Mit den Briefwechseln Renzi-Faymann und Gentiloni-Kern ist es gelungen, eine völkerrechtlich gesicherte Grundlage für die Weiterentwicklung der Autonomie zu verankern“, so Landeshauptmann Kompatscher.
Er dankte dem ehemaligen Bundeskanzler für dessen persönlichen Einsatz für dieses Ergebnis. Kompatscher hob dabei auch die hervorragende Zusammenarbeit mit dem österreichischen Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (BMEIA) hervor. Das BMEIA unterstand während der Regierung Kern dem damaligen Außenminister und heutigen Bundeskanzler Sebastian Kurz.
Bezüglich der doppelten Staatsbürgerschaft erinnerte der Landeshauptmann daran, dass es für Südtirol wichtig sei, dass dieses Vorhaben in einem europäischen Geist gestaltet werde. Die doppelte Staatsbürgerschaft sei ein großzügiges symbolisches Zeichen und eine Möglichkeit, einer persönlichen Verbundenheit mit der Republik Österreich Ausdruck zu verleihen.
Die Schutzfunktion bliebe dadurch aber unverändert, betonte Arno Kompatscher.
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